Pantera

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Pantera
Pantera.svg
(von links nach rechts und oben nach unten) Dimebag Darrell, Phil Anselmo, Vinnie Paul, Rex Brown (Collage)
(von links nach rechts und oben nach unten) Dimebag Darrell, Phil Anselmo, Vinnie Paul, Rex Brown (Collage)
Allgemeine Informationen
Herkunft Arlington, TX, Flag of the United States (Pantone).svg USA
Genre Glam Metal und
Heavy Metal,
Speed Metal (etwa 1981-1990),
Groove Metal und
Thrash Metal (ab 1990)
Gründung 1981 (als Panteras Metal Magic)
1982 (Umbenennung in Pantera)
Auflösung 2003
Website www.pantera.com
Gründungsmitglieder
Gesang Donnie Hart (bis 1982)
Gitarre,
später Gesang
Terrence "Terry" Lee Glaze (Gitarre: bis 1982, Gesang: 1982-1986)
Gitarre, Hintergrundgesang Darell Lance "Diamond Darrell"/"Dimebag Darrell" Abbott († 8. Dezember 2004)
Bass Tommy Bradford (bis 1982)
Schlagzeug Vinnie Paul
Aktuelle Besetzung
Gesang Philip "Phil" Anselmo (seit 1987)
Gitarre, Hintergrundgesang Darell Lance "Diamond Darrell"/"Dimebag Darrell" Abbott († 8. Dezember 2004)
Bass, Hintergrundgesang Rex Brown (seit 1982)
Schlagzeug Vinnie Paul
Ehemalige Mitglieder
Gesang Rick Mythiasin (1986)
Gesang David Peacock (1986)
Gesang Matt L’Amour (1986)
Liveband und Session-Musiker
Gesang Seth Putnam (Studio-Gesang: 1995/1996)
Gitarre Kerry King (Studio-Gitarre: 1 Song 2000)
Keyboard Ross Karpelman (Studio-Keyboard: 1995/1996)

Pantera war eine US-amerikanische Metal-Band, die auch als stilprägend für den Groove Metal gilt. Sie wurde 1981 gegründet und stammte aus Arlington[1], Texas.

Geschichte

Die Band wurde 1981 gegründet, damals noch unter dem Namen Panteras Metal Magic. Die Brüder Darrell Lance Abbott (Gitarre), der sich Diamond Darrell, später Dimebag Darrell nannte, und Vinnie Paul Abott (Schlagzeug), meist nur als Vinnie Paul bekannt, gründeten sie in der Highschool zusammen mit Sänger Donnie Hart, dem zweiten Gitarristen Terry Lee Glaze und dem Bassisten Tommy Bradfort.[1] Erst ein Jahr später erfolgte die Umbenennung in Pantera. Zugleich verließ Donnie Hart die Band, Gitarrist Terry Lee Glaze übernahm den Gesang. Zudem kam als neuer Bassist Rex Brown statt Tommy Bradfort hinzu. Anfangs spielte die Band Glam Metal, Einflüsse kamen u. a. von der Hard-Rock-Band Kiss. 1983 erschien das erste Album, Metal Magic. Auf Projects in the Jungle, das ein Jahr später erschien, verarbeitete die Band neben 1970er-Hard-Rock- und Metal-Anleihen auch Einflüsse von anderen zeitgenössischen Bands der 1980er, etwa frühen Def Leppard oder Mötley Crüe.[2] 1985 folgte I Am the Night, das ein Speed-Metal-Stück enthielt, sich ansonsten aber im Heavy- und Power Metal bewegte.

1986 verließ sich Terry Lee Glaze die Band. Sein Nachfolger wurde Phil Anselmo, der auf seinem Debüt noch den Glam-Stil der Band vertritt. Das Album Power Metal (1988) wurde aber kein größerer Erfolg. Zudem stand Diamond Darrell in der Folgezeit kurz davor, bei der Metal-Band Megadeth einzusteigen. Dies scheiterte nur daran, dass er seinen Bruder am Schlagzeug mitbringen wollte, Megadeth-Sänger Dave Mustaine jedoch schon Nick Menza engagiert hatte.[1] Alsbald wandelte die Gruppe jedoch ihre stilistische Ausrichtung zugunsten eines brachialeren, mehr am groovigen Midtempo orientierten Sounds. Durch einen Zufall wurde ein A&R-Manager von Atlantic auf Pantera aufmerksam. So erhielt die Band einen Plattenvertrag und konnte 1990 Cowboys from Hell veröffentlichen, das den Durchbruch für sie vorbereitete. Touren mit Exodus und Prong folgten. 1991 konnte die Band in Moskau mit Metallica und AC/DC vor Hunderttausenden von Zuschauern auftreten.[1]

Mit Vulgar Display of Power konnten Pantera 1992 den Erfolg noch vergrößern und galten als innovative Band des modernen Thrashs. Phil Anselmo prägte auch den Begriff Groove Metal für die Mixtur, der vor allem im englischsprachigen Raum für diesen neuen Substil Verwendung fand. 1994 kam Far Beyond Driven auf den Markt. Es war eins der härtesten Alben, die es je auf Platz eins der US-Charts schafften. Die Tourneen waren jedoch weniger intensiv. So gründete Phil Anselmo mit Mitgliedern von Crowbar, Corrosion of Conformity und Eye Hate God die Metal-Band Down. The Great Southern Trendkill konnte den Erfolg von Far Beyond Driven 1996 mit Platz vier nicht wiederholen. Auch die Kritiken fielen nicht mehr so euphorisch aus wie zuvor. Die Band legte eine Pause ein. Erst 2000 meldete sie sich mit Reinventing the Steel zurück. Eine erkennbare Weiterentwicklung brachte das Album jedoch nicht. Die Band ging mit Slayer auf Tour. Doch Phil Anselmo sprach alsbald vom Ende Panteras. Die übrige Band gründete ein Projekt namens Rebel Meets Rebel.

2003 lösten die Abbott-Brüder die Band auf, als sie sahen, dass Phil Anselmo nicht zurückkommen würde. Die Bandmitglieder widmeten sich in der Folge Nebenprojekten, Phil Anselmo etwa Down und Superjoint Ritual. Dimebag Darrell und Vinnie Paul tourten mit ihrem ebenfalls 2003 gegründeten Projekt Damageplan. Zwischen beiden Bands kam es auch des Öfteren zu verbalen Rivalitäten.[1]

Alrosa Villa Club in Columbus, Ohio, Todesort von Dimebag Darrell 2004, im Jahr 2008.

Bei einer Tour mit Damageplan wurde Dimebag Darrell am 8. Dezember 2004 im Alrosa Villa Club in Columbus, Ohio ermordet. Ein 25-jähriger, geistig verwirrter Mann sprang auf die Bühne und schoss gezielt auf ihn. Zudem starben ein Fan, ein Clubmitarbeiter und der Bühnentechniker, zwei weitere Menschen wurden verletzt, bevor der Täter von einem anwesenden Polizisten erschossen wurde. Dimebag Darrell wurden nach seinem Tod viele Würdigungen von Freunden und Mitmusikern zuteil.[1]

Diskografie

Studioalben

Live-Alben und Kompilationen

  • 1994: Driven Down Under (Live)
  • 1997: Official Live: 101 Proof
  • 1998: Singles 1991–1996
  • 2003: Reinventing Hell: The Best of Pantera
  • 2015: Preliminary Groove Metal (Live)

Singles und EPs

  • 1990: Cowboys from Hell
  • 1990: Cemetery Gates
  • 1990: Psycho Holiday
  • 1992: Mouth for War
  • 1992: This Love
  • 1992: Hollow
  • 1992: Walk
  • 1994: I’m Broken
  • 1994: 5 Minutes Alone
  • 1994: Planet Caravan
  • 1994: Becoming
  • 1994: Walk EP
  • 1994: Alive and Hostile E.P.
  • 1994: Hostile Moments
  • 1994: Drag the Waters
  • 1996: Suicide Note Pt. I
  • 1996: Floods
  • 1997: Where You Come From
  • 1999: Cat Scratch Fever
  • 2000: Revolution Is My Name
  • 2000: Goddamn Electric
  • 2000: I'll Cast a Shadow
  • 2006: Rhino Hi-Five: Pantera
  • 2012: Piss

Videos und DVDs

  • 1985: The Hot 'N' Heavy Home Vid (VHS)
  • 1991: Cowboys from Hell – The Videos (VHS)
  • 1993: Vulgar Video (VHS)
  • 1997: Pantera 3 – Watch It Go (VHS)
  • 1999: Pantera 3 – Watch It Go (DVD)
  • 2006: 3 Vulgar Videos from Hell (Wiederveröffentlichung) (Doppel-DVD)

Weblinks

Quellen