Crowbar (US-amerikanische Band)

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Crowbar
Crowbar in Berlin, 2014
Crowbar in Berlin, 2014
Allgemeine Informationen
Herkunft New Orleans, Louisiana, Flag of the United States (Pantone).svg USA
Genre Doom Metal, Sludge
Gründung 1989
Website crowbarnola.com
Gründungsmitglieder
Gesang, Gitarre Kirk Windstein
Bass Todd „Sexy T“ Strange
Schlagzeug Jimmy Bower (Down, EyeHateGod)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre Kirk Windstein
Gitarre Matthew Brunson (seit 2009)
Schlagzeug Tommy Buckley (Soilent Green, Christ Inversion) (seit 2005)
Bass Jeff Golden (seit 2013)
Ehemalige Mitglieder
Bass Todd „Sexy T“ Strange (1989 - 2000)
Schlagzeug Craig Nunenmacher (1992 - 1995, 2000, 2005)
Gitarre Kevin Noonan (1992 - 1993)
Gitarre Matt Thomas (1993 - 1997)
Gitarre Steve Gibb (2005 - 2009)
Schlagzeug Jimmy Bower (Down, EyeHateGod) (1989 - 1992, 1996 - 1998)
Gitarre Sammy Duet (1998 - 2002)
Schlagzeug Sid Montz (2000)
Schlagzeug Tony Costanza (2001)
Bass Jeff Okoneski (2001)
Bass Rex Brown (u. a. Pantera) (2005)
Bass Patrick Bruders (Goatwhore) (2005-2013)

Crowbar ist eine US-amerikanische Sludge-Band aus New Orleans, Louisiana. Die Band wurde 1989 gegründet. Ihr harter langsamer, an den Doom Metal erinnernder Sound wird mit gelegentlichen schnelleren Hardcore-Passagen kombiniert.

Geschichte

Vorgeschichte und Gründung

Die Band wurde als The Slugs gegründet. Bandkopf Kirk Windstein hatte zuvor 1988 in der Band Shell Shock gespielt, wo er den Schlagzeuger Jimmy Bower kennenlernte. Letztere Band löste sich Ende 1988 auf, als deren Gitarrist Mike Hatch Selbstmord beging. Windstein und Bower machten zunächst als Aftershock weiter und veröffentlichten 1989 ein Demo. Schließlich nannten sie sich in WREQUIEM, dann in The Slugs um. Bassist Todd Strange alias "Sexy T" war zuvor hinzugestoßen. Die Band zerfiel, doch Windstein und Strange reformierten sie mit Craig Nunenmacher als Schlagzeuger und Kevin Noonan an der Gitarre. Schließlich nannte sich die Gruppe 1991 in Crowbar um.[1]

Crowbar

Im Herbst 1991, in Europa 1992, erschien das Debütalbum Obedience Thru Suffering bei Grind Core International, später durch Pavement Records wiederveröffentlicht. Es erlangte zunächst keine größere Aufmerksamkeit, lediglich einige Fachmagazine berichteten darüber. Die recht neue Verbindung von Doom mit Hardcore wurde auch Doomcore genannt[2], der Begriff Sludge entwickelte sich erst später. Erst das 1993 folgende selbstbetitelte Album erlangte größere Aufmerksamkeit. Es war von Phil Anselmo (Pantera), einem Freund der Band, produziert worden. Er übernahm bei einigen Stücken auch den Hintergrundgesang. Die Videos zu All I Had (I Gave) und Existence is Punishment wurden u. a. auf MTV in der Sendung Headbangers Ball gespielt. Live fanden neben der Energie der Band insbesondere der schwergewichtige Bassist Todd Strange und dessen Bühnenpräsenz Beachtung. Es folgten Touren mit Paradise Lost und Napalm Death. 1993 hatte auch Matt Thomas für Kevin Noonan die zweite Gitarre übernommen.

1995 erschien der Nachfolger Time Heals Nothing, das mit dem schnellen The Only Factor aufwartete. Todd Strange und Kirk Windstein spielten im gleichen Jahr bei der zunächst als Nebenprojekt konzipierten Band Down und nahmen mit Phil Anselmo und Pepper Keenan (C.O.C.) auch NOLA, das Debüt dieser Band auf. 1996 produzierte Simon Efemey Broken Glass, Crowbars drittes Studioalbum. Zuvor war Schlagzeuger Jimmy Bower zurückgekehrt. Das Album fand einige Resonanz in der Fachpresse.

1998 ersetzte Sammy Pierre Duet von Acid Bath Matt Thomas. Die Band nahm Odd Fellows Rest auf. Allerdings verließ Jimmy Bower die Band und widmete sich fortan EyeHateGod. Nach einer Phase der Vakanz kam zunächst Sid Montz, der auf Equilibrium spielt, in die Band. Dann gab der Rückkehrer Craig Nunenmacher ein erneutes Intermezzo, schließlich folgte 2001 Tony Costanza. 2000 schied auch Todd Strange aus der Band aus, für ihn konnten Crowbar nach einiger Zeit Jeff Okoneski verpflichten. Kirk Windstein war nun das einzige verbliebene Gründungsmitglied. Nach Sonic Excess in Its Purest Form widmete sich Windstein jedoch zunächst wieder Down, mit denen er das zweite Album aufnahm.

2003 begann Windstein mit Craig Nunenmacher, neue Songs zu schreiben, doch erst 2005 fand sich mit Patrick Bruders (Goatwhore) am Bass, Tommy Buckley (Soilent Green) am Schlagzeug sowie Steve Gibb, dem Sohn des Bee-Gees-Gitarristen Barry Gibb, wieder eine feste Besetzung. Im selben Jahr erschien Lifesblood for the Downtrodden. Bei diesem Album spielte jedoch Rex Brown (Pantera) den Bass und produzierte auch das Album gemeinsam mit Warren Riker.

Nach einer längeren Albumpause tourte die Band 2010 mit Sepultura durch Europa. 2011 erschien schließlich Sever the Wicked Hand. Nach seinem Ausstieg bei Down 2013 konzentrierte sich Kirk Windstein nun wieder voll auf Crowbar. 2014 erschien zum 25-jährigen Jubiläum der Band Symmetry in Black, nun bei Century Media. Auch tourte die Band mehrfach u. a. durch Europa. Am 28. Oktober 2016 folgte das Album The Serpent Only Lies.

Diskografie

Alben

  • 1992: Obedience Thru Suffering (Grind Core International)
  • 1993: Crowbar (Pavement Records)
  • 1994: Live +1 (EP) (Pavement)
  • 1995: Time Heals Nothing (Pavement)
  • 1996: Broken Glass (Pavement)
  • 1998: Odd Fellows Rest (Pavement)
  • 2000: Equilibrium (Spitfire Records)
  • 2001: Sonic Excess in Its Purest Form (Spitfire)
  • 2005: Lifesblood for the Downtrodden (Candlelight Records)
  • 2011: Sever the Wicked Hand (Housecore Records)
  • 2014: Symmetry in Black (Century Media, Universal Music)
  • 2016: The Serpent Only Lies (eOne Music)

DVD

  • 2007: Live: With Full Force

Videoclips

  • 1992: Subversion
  • 1993: All I Had (I Gave)
  • 1993: Existence Is Punishment
  • 1995: Like Broken (Video)
  • 1995: The Only Factor
  • 1996: Broken Glass
  • 2000: I Feel The Burning Sun
  • 2005: Dead Sun
  • 2005: Lasting Dose
  • 2005: Slave No More
  • 2011: The Cemetery Angels

Weblinks

Quellen

  1. NOLA Underground – RIP Bands | Nolaunderground.com im Archiv web.archive.org
  2. Frank Albrecht: Doom Core!, in: Rock Hard, Nr. 64, September 1992, S. 28.