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Norah Jones

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Norah Jones, 2010
Norah Jones, 2007
Vater Ravi Shankar, 1969
Halbschwester Anoushka Shankar, 2016

Norah Jones (* 30. März 1979 in Brooklyn, New York City als Geethali Norah Jones Shankar) ist eine US-amerikanische Sängerin, Pianistin, Songwriterin und Schauspielerin.

Leben

Familie und Ausbildung

Norah Jones wurde am 30. März 1979 in Brooklyn, einem Stadtteil von New York City geboren. Sie ist die Tochter von Susan Jones und des indischen Musikers und Komponisten Ravi Shankar (7. April 1920 in Varanasi – 11. Dezember 2012 in San Diego, USA, bürgerlich Robindro Shaunkor Chowdhury). Allerdings ist ihre Mutter für Norahs allgemeine und musikalische Erziehung zuständig. Die Sitar-Spielerin Anoushka Shankar (* 9. Juni 1981 in London) ist Norahs jüngere Halbschwester. Nachdem Norah Jones die ersten vier Jahre ihres Lebens in New York City verbrachte, wuchs sie in Grapevine bei Dallas im US-Bundesstaat Texas auf. Mit fünf sang sie im Kirchenchor, zwei Jahre später begann sie Klavier zu spielen und in der High School kam das Altsaxophon hinzu. Mit 15 schrieb sie sich an der High School für Performing and Visual Arts in Dallas ein. Dort gewann sie mehrere Student-Music-Awards.[1] Mit 16 Jahren änderte sie offiziell ihren Namen nach Norah Jones.[2] 1997 begann sie ein Studium von Jazzpiano an der University of North Texas. 1999 besuchte sie einen Freund in New Yorks Künstlerviertel Greenwich Village. Dort gefiel es ihr so gut, dass sie dorthin zog.[1]

Karriere

Norah Jones war Sängerin auf dem selbstbetitelten Album der Band Laszlo, welches 1999 veröffentlicht wurde.[3] Sie jamte regelmäßig mit der Funkformation Wax Poetic und suchte sich Musiker für eine eigene Band zusammen. Im Oktober 2000 nahm sie zusammen mit Jesse Harris (Gitarre), Lee Alexander (Bass) und Dan Rieser (Drums) ein Demo für das renommierte Major-Jazzlabel Blue Note auf. Der Labelchef Lundvall nahm sie daraufhin im Januar 2001 unter Vertrag.[1] 2002 besuchte die indisch/US-amerikanische Tabla-Spielerin Suphala eine Show von Norah Jones in New York City und lud sie ein, bei einigen Songs zu singen. Da war Norah Jones noch weitgehend unbekannt. Ihr Debütalbum "Come Away with Me" veröffentlichte Norah Jones dann im Februar 2002. Vom Stil her ist es als Country-Blues-Album eher unpassend zu einem Jazzlabel. Das Album verkaufte sich jedoch in den ersten sechs Wochen in den Vereinigten Staaten über 300.000 Mal[1] und 2003 bekam Jones für das Album und dem Starttitel "Don't Know Why" insgesamt sechs Grammy Awards.[4] Nach großen Tourneen nahm sie im Laufe des Jahres 2003 ihr zweites Album auf, das unter dem Titel "Feels Like Home" im Februar 2004 veröffentlicht wurde. Bei den World Music Awards wurde sie 2004 als beste weibliche Künstlerin und als beste Pop-Künstlerin ausgezeichnet. Sie war 2004 an Verkäufen so erfolgreich wie keine andere weibliche Musikerin.[1]

Mit ihrem Seitenprojekt The Little Willies veröffentlichte Jones im März 2006 ein selbstbetiteltes Album aus Swing und Country-Musik. Im Januar 2007 folgte das nächste Soloalbum "Not Too Late". Im Mai 2007[5] gab sie ihr Debüt als Schauspielerin. Sie spielte die Hauptrolle in dem chinesisch-französischen Roadmovie "My Blueberry Nights" des Regisseurs Wong Kar-Wai. Sie spielte an der Seite von Jude Law, Natalie Portman und Rachel Weisz. Für den Soundtrack steuert Jones außerdem den Titel "The Story" bei. Um 2009 rum trennte sich Norah Jones von ihrem langjährigen Freund und Bühnenpartner am Bass, Alexander Lee. Mit dem Personalwechsel innerhalb der Band verabschiedete sich Norah Jones weitgehend vom Piano und spielte E-Gitarre und Wurlitzer-Orgel. Für ihr viertes Album holte sie den Produzenten Jacquire King ins Boot, der schon ihrem Lieblingsalbum "Mule Variations" (1999) von Tom Waits produzierte. Neu dabei war auch der Waits-Gitarrist Mark Ribot. Das vierte Album "The Fall" wurde 2009 veröffentlicht.[1]

Auf dem im November 2010 veröffentlichten Kollaborationsalbum "… Featuring Norah Jones" arbeitete Jones unter anderem mit Outkast, Wyclef Jean, Herbie Hancock, Foo Fighters und Belle And Sebastian zusammen. Ihr nächstes Studioalbum "...Little Broken Hearts" (2012) wurde von Danger Mouse produziert.[1] Am 25. November 2013 veröffentlichte sie mit Billie Joe Armstrong, dem Sänger und Frontmann von Green Day als Billie Joe + Norah das Album Foreverly. Mit ihrem folgenden Studioalbum "Day Breaks" kehrt Jones 2016 wieder zu ihren Jazz-Wurzeln zurück. Dabei halfen ihr unter anderem Brian Blade und Chris Thomas. Mit beiden bestritt sie anschließend eine Welttournee, die sie insgesamt viermal in den legendären Ronnie Scott's Jazz Club in London führte. Von einem Aufritt wurde der Konzertfilm "Live At Ronnie Scott's" veröffentlicht.[1] 2019 folgte das Album "Begin Again" und 2020 das Album "Pick Me Up Off the Floor".

Privat

Norah Jones ist mit dem Keyboarder Pete Remm verheiratet.[6] 2014 wurde sie zum ersten Mal Mutter, 2016 folgte ein zweites Baby.[7]

Diskografie

Solo-Studioalben

  • 2002: Come Away with Me, Blue Note
  • 2004: Feels Like Home, Blue Note / EMI
  • 2007: Not Too Late, Blue Note
  • 2009: The Fall, Blue Note
  • 2012: ...Little Broken Hearts, Blue Note
  • 2016: Day Breaks, Blue Note
  • 2019: Begin Again, Blue Note
  • 2020: Pick Me Up Off the Floor, Blue Note

Alben Sonstige

  • 2003: The Peter Malick Group Featuring Norah Jones ‎– New York City
  • 2004: The Peter Malick Group Featuring Norah Jones - New York City - The Remix Album
  • 2005: The Peter Malick Group Featuring Norah Jones - The Chill Album
  • 2006: The Little Willies - The Little Willies
  • 2006: Bonnie Raitt And Friends Featuring Norah Jones, Ben Harper, Alison Krauss & Keb'Mo' - Decades Rock Live: Bonnie Raitt And Friends (Live-Album)
  • 2007: The Peter Malick Group Featuring Norah Jones - The Deluxe Collection (Kompilation)
  • 2008: Live From Austin, TX (Live)
  • 2010: Charlie Haden Quartet West Featuring Cassandra Wilson, Diana Krall, Melody Gardot, Norah Jones, Renée Fleming, Ruth Cameron - Sophisticated Ladies
  • 2010: … Featuring Norah Jones (Kollaborationsalbum)
  • 2011: Willie Nelson & Wynton Marsalis featuring Norah Jones - Here We Go Again: Celebrating The Genius Of Ray Charles
  • 2011: Danger Mouse & Daniele Luppi Starring Jack White & Norah Jones - Rome
  • 2012: Covers (Kompilation)
  • 2013: Billie Joe + Norah - Foreverly
  • 2021: ...'Til We Meet Again, Blue Note (Live)

Filmografie

Schauspielerin
  • 2002: Ein Chef zum Verlieben (Two Weeks Notice) (Regie Marc Lawrence)
  • 2008: My Blueberry Nights (Regie Wong Kar-Wai)
  • 2009: 30 Rock - Kidney Now! (Fernsehserie)
  • 2009: Wah Do Dem (Regie Ben Chace, Sam Fleischner)
  • 2012: Ted (Regie Seth MacFarlane)
  • 2014: They Came Together (Regie David Wain)
  • 2020: Helpsters - Mr. Primm's Spoon Club/Cookie Cornelius (Apple TV+)

Weblinks

Quellen