Suphala

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Suphala (links) beim Bangkok Jazz Festival, 2005

Suphala Patankar, bekannt als Suphala, (* um 1975[1] in Minneapolis, Minnesota, Vereinigte Staaten) ist eine indisch/US-amerikanische[2] Musikerin. Sie spielt das Instrument Tabla, ein Schlaginstrument der nordindischen Musik.

Leben

Suphala ist als Kind indischer Immigranten in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota, Vereinigte Staaten geboren und aufgewachsen.[3] Ihr Name bedeutet etwa "Geber von guten Früchten". Ihr Vater Suhas V. Patankar (* 22. Februar 1941 in Pune) ist Maschinenbauingenieur, dem ein Softwareunternehmen gehört. Ihre Mutter ist medizinische Assistentin und Softwareentwicklerin.[1] Mit vier Jahren begann Suphala, Klavier zu lernen. Später beschäftigte sie sich auch mit anderen Instrumenten. Von einer Indienreise brachte ihre Mutter eines Tages einen Satz Tablas mit. Suphala fand einen US-amerikanischen Musiker, der Tablas bei einem Guru in Indien studiert hatte. Dieser vermittelte nach einigen Monaten Suphala an Ustad Zakir Hussain, der einen Workshop in Kalifornien gab. Suphala widmete sich dem Studium des Instruments mehrere Monate im Jahr und reiste für mehrere Jahre jährlich nach Indien, um bei Ustad Zakir Hussain (* 1951) und seinem Vater Ustad Allarakha (1919-2000), bekannt als Alla Rakha, in Bombay zu studieren.[4][1]

Sie studierte am San Francisco Art Institute (SFAI) in San Francisco. 1996 spielte sie dort in lokalen Clubs, bis der Rockmusiker Perry Farrell (Jane’s Addiction, Porno for Pyros) einen ihrer Auftritte zuhörte. Er lud sie ein, ihn bei seinem Projekt Porno For Pyros auf Tour zu begleiten. Im Jahr 1999 ließ sie sich in Brooklyn, New York City nieder. 2002 besuchte sie eine Show der damals noch wenig bekannten Norah Jones (* 1979) im Club Knitting Factory in New York City. Jones ist die Tochter des indischen Musikers und Komponisten Ravi Shankar (1920–2012), der Suphalas Lehrer Alla Rakha in den 1960er Jahren begleitete. Nach der Show stellte sich Suphala bei Norah Jones vor und lud sie ein, bei einigen Songs zu singen. Im folgenden Jahr gelang Norah Jones der Durchbruch, als sie 2003 fünf Grammys erhielt.[1]

Suphala veröffentlichte bereits mehrere Musikalben. Nach dem Debütalbum "Instru Mental" (2001) folgte "The Now" (2005). An "The Now" waren die Musiker Dana Leong, Hank Scroy, Glen Fittin, DJ Kiva, Vernon Reid, Martin Sewell, Salim Merchant, Neel Murgai, Niladri Kumar und Mazz Swift beteiligt. Salim Merchant sang im Background.[5] Im Jahr 2007 folgte das Album "Blueprint". Es wurde von Suphala mit Unterstützung von King Britt produziert, welcher den Titel "Auramatic" produzierte.[6] Im Oktober 2013 wurde ihr bisher letztes Album "Alien Ancestry" über das Indie-Label Tzadik aus New York City veröffentlicht.[7]

Im Jahr 2005 war sie nach dem Sturz der Taliban die erste Musikerin, die in der Öffentlichtkeit spielte, als sie in Kabul, Afghanistan aufgetreten ist. Sie arbeitete weiterhin unter anderem mit dem spanischen Schauspieler und Musiker Antonio Banderas (* 1960) zusammen.[1] Ihr Titel "Destination" aus dem Album "The Now" ist im Soundtrack der Show Botanica der Modern Dance Company MOMIX enthalten.

Diskografie (Alben)

  • 2001: Instru Mental, Suphala
  1. Inquisition
  2. Zingaro
  3. Elephant Monster
  4. Space Perambulator
  5. Aparinsah
  6. Psyche
  7. Altered Motion Picture
  8. Do It Again
  • 2005: The Now, Rasā Music
  1. Transport - 5:20
  2. Memory - 4:52
  3. Wind Farm Harvest - 4:09
  4. Forever Maybe - 3:58
  5. Piscean Dreamer - 4:52
  6. Twin - 5:32
  7. Secret Language - 4:32
  8. Lover - 4:00
  9. Hallway Man - 5:08
  10. Night Flower - 3:57
  11. Meeting - 2:49
  12. Destination - 4:49
  • 2007: Blueprint, Suphala Productions
  1. Maybe There's A Place Where Someday Just You And I Can Go - 4:29
  2. The Blank Page - 4:56
  3. Underwater City - 6:57
  4. Music Like A Memory - 3:35
  5. Seventeen Birds Outside My Window - 4:38
  6. Auramatic - 3:49
  7. Unwind You - 5:49
  8. Maybe There's A Place Where Someday Just You And I Can Go - 4:40
  9. Music Like A Memory (Instrumental) - 6:20
  10. I Feel Awake Even Though This Is A Dream - 7:47
  • 2013: Alien Ancestry, Tzadik
  1. Interlude - 1:18
  2. The Beginning - 3:12
  3. Alien Ancestry - 2:22
  4. Bazaar - 4:40
  5. Cerulean - 6:12
  6. No Words - 3:56
  7. No Even - 5:40
  8. Eight And A Half Birds - 6:08
  9. Vashikaran - 14:33

Literatur

  • DRUM! Magazin, No. 135, September 2007, Seiten 98 bis 104

Weblinks

Quellen