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Lady Gaga

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Lady Gaga, 2021Ladygaga sig.svg
Lady Starlight (links) und Lady Gaga (rechts) bei Lollapalooza, 2007
Lady Gaga, 2009
Lady Gaga als ihr Alter Ego Jo Calderone, 2011

Lady Gaga (* 28. März 1986 in Manhattan, New York City als Stefani Joanne Angelina Germanotta) ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin. Sie schreibt auch selber die Songs und Texte, die sie interpretiert und spielt Synthesizer. Ihre Musik ist ein Mix aus den Elementen Pop, Dance, Disco und Electro. Neben der Musik ist sie auch für ihre Kleidung, Frisuren und Bühnenshow dabei bekannt. Die Kleidung entwirf sie zum Teil selbst. Ihr Künstlername ist eine Anspielung auf den Hit "Radio Gaga" der britischen Rockband Queen aus den 1980er Jahren.[1] Mit der Hauptrolle in "A Star Is Born" (2018), einer Neuverfilmung von "Ein Stern geht auf" (1937) gelang ihr auch der internationale Durchbruch als Schauspielerin.

Leben

Familie und Schule

Stefani Joanne Angelina Germanotta wurde am 28. März 1986 in Manhattan, einem Stadtteil von New York City als Tochter von Cynthia Louise (Bissett), einer Philanthropin und Geschäftsfrau und Joseph Anthony Germanotta, Jr., einem Internetunternehmer, geboren. Ihre Mutter stammt aus West Virginia und ist halb italienischer und halb französisch-kanadischer, englischer, deutscher und schottischer Abstammung. Ihr Vater ist italienischer Abstammung. Stefani Joanne Angelina Germanotta besuchte ab ihrem 11. Lebensjahr das Convent of the Sacred Heart, eine private römisch-katholische Mädchenschule.[2]

Karriere

Bereits im Alter von 14 Jahren machte Lady Gaga erste Bühnenerfahrungen. Später besuchte sie die Tisch School Of The Arts der New York University.[1] Nach einer kurzen Zusammenarbeit mit dem Talentscout Rob Fusari, die zur Entstehung ihres Künstlernamens Lady Gaga führte, wurde sie 2006 bei Def Jam Records unter Vertrag genommen.[2] Aufsehen erregte sie mit ihrem Auftritt beim Lollapalooza-Festival 2007. Das Label Interscope Records wurde auf sie aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Zunächst arbeitete sie als Songwriterin für andere Acts wie The Pussycat Dolls. 2008 erschien mit "The Fame" Lady Gagas Solo-Debütalbum. Die ersten beiden Single-Auskopplungen "Just Dance" und "Poker Face" gingen sowohl in den USA als auch in England auf Platz eins der Charts. "Poker Face" ging auch in D-A-CH überall auf Platz eins.[1]

Im Februar 2011 veröffentlichte Lady Gaga die Single "Born This Way" aus dem gleichnamigen Album. Sie erreicht in 23 Ländern Platz eines der iTunes-Charts. Das Stück ist zugleich die erste Single in Deutschland, die alleine aufgrund von Downloads die Chartspitze anführte. Auch die Musikvideos stellten mit über eine Milliarde Views auf YouTube, als erste Künstlerin überhaupt, neue Rekorde auf. In England brach Lady Gaga außerdem den für Jahrzehnte währenden Rekord von vier Singles gleichzeitig in den Top 20, der bis dahin seit 1955 von der britischen Popsängerin Ruby Murray (1935–1996) gehalten wurde. 2011 war Lady Gaga mit Einnahmen von 25 Millionen US-Dollar die vierterfolgreichste Musikerin weltweit.[1]

Als Schauspielerin fiel Lady Gaga zum ersten Mal fällt 2013 im Splatterfilm "Machete Kills" des Regisseurs Robert Rodriguez als La Chameleón auf. Im August desselben Jahres ging mit "Applause" die neue Single des kommenden Albums "Artpop" an den Start. Das Video zur erfolgreichen Single "Do What You Want" mit R. Kelly wurde nicht veröffentlicht, da es nicht den Ansprüchen von Lady Gaga genügte. Am 6. November 2013 wurde dann das Album "Artpop" veröffentlicht. Lady Gaga inszenierte dafür eine Launch-Party namens artRAVE, in der sie verschiedene Skulpturen ausstellte und selbst einige Songs aus dem Album präsentierte. Das Album war nicht so erfolgreich wie das Vorgängeralbum "Born This Way".[1]

Anfang 2014 berichtete Lady Gaga von Depressionen aufgrund von persönlichen und musikalischen Rückschlägen. Sie meidete bis zum Beginn ihrer Welttournee im Mai desselben Jahres die Öffentlichkeit. Am 19. September 2014 erschien das Kollaborationsalbum "Cheek To Cheek" mit dem Jazzsänger Tony Bennett. Das Album wurde mit einem Grammy in der Kategorie Best Traditional Pop Vocal Album aufgezeichnet. Die Singles "Anything Goes" und "I Can't Give You Anything But Love" erreichten Platz 1 der Billboard Digital Jazz Song Charts. Für den Dokumentarfilm "Freiwild – Tatort Universität" (The Hunting Ground) (2015) schrieben Lady Gaga und Diane Warren den Titeltrack "Til It Happens To You". Dafür wurden sie für einen Grammy und einen Oscar nominiert. Von Oktober 2015 bis Januar 2016 spielte sie auch in der Horror-Fernsehserie "American Horror Story" mit und erhielt einen Golden Globe in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie.[1]

Am 21. Oktober 2016 folgte ihr fünftes Studioalbum "Joanne". Im Vorfeld der Veröffentlichung veröffentlichte Lady Gaga den Song "Room in My Heart", an dem Elton John beteiligt war. Der Titel schaffte es aber nicht auf das Album. Als Produzent an "Joanne" war u. a. RedOne beteiligt. Der Titel "Perfect Illusion" wurde u. a. von Mark Ronson geschrieben und produziert.[1] In Bradley Coopers Remake von "A Star Is Born" (2018) spielte sie die Hauptrolle und war am Soundtrack beteiligt. Am 29. Mai 2020 folgte Lady Gagas sechstes Studioalbum "Chromatica". Unter den Titeln finden sich gemeinsame Songs mit Elton John, Ariana Grande und der südkoreanischen Girlgroup Blackpink. Den US-amerikanische Musiker, Musikproduzenten und Songwriter BloodPop bezeichnete Lady Gaga als das "Zentrum" des Albums. Als Musiker waren u. a. BURNS, Axwell, Rami Yacoub, Benjamin Rice und Tchami beteiligt.[3] Desweiteren waren Max Martin, Skrillex, Madeon, White Sea, Jacob Kasher, Ryan Tedder, Justin Tranter, Tom Norris, Ely Rise, Johannes Klahr, LIOHN und Madison Love an dem Album beteiligt.[4]

Privat

Ärzte diagnostizieten bei Lady Gaga die Autoimmunkrankheit Lupus, an der ihre Tante gestorben ist. Allerdings liegen ihre Blutwerte in einem ungefährlichen Grenzbereich, sodass keine Symptome erkennbar sind.[1] Mit 19 Jahren wurde Lady Gaga nach eigener Aussage vergewaltigt, was ihr Leben komplett verändert habe. Anlässlich der Veröffentlichung der Dokumentation "Freiwild – Tatort Universität" (2015) (Originaltitel "The Hunting Ground") des Regisseurs Kirby Dick erzählte Lady Gaga von ihrer Vergewaltigung. Die Dokumentation setzt sich mit Vergewaltigungen an Universitäten auseinander.[5] In der Dokuserie "The Me You Can't See" auf Apple TV+ sprach Lady Gaga 2021 über die Vergewaltigung von einem ihrer Produzenten. Daraus ging sogar eine Schwangerschaft hervor. In der Folge litt sie unter massiven psychischen Problemen, die ihr auch körperlich zu schaffen machten.[6]

Diskografie (Alben)

  • 2008: The Fame
  • 2009: The Fame Monster
  • 2010: The Remix (Remixalbum)
  • 2011: Born This Way
  • 2011: Born This Way: The Remix (Remixalbum)
  • 2011: Born This Way: The Collection (Kompilation)
  • 2013: Artpop
  • 2014: Tony Bennett & Lady Gaga - Cheek To Cheek
  • 2016: Joanne
  • 2018: Lady Gaga & Bradley Cooper - A Star Is Born (Soundtrack)
  • 2020: Chromatica

Filmografie

  • 2001: Die Sopranos - Tony in der Schlangengrube (The Sopranos - The Telltale Moozadell) (Fernsehserie)
  • 2009: The Gospel of Mark for Little Children (Kurzfilm)
  • 2010: Lady Gaga: Born for Fame (Dokumentarfilm)
  • 2011: Lady Gaga Presents: The Monster Ball Tour at Madison Square Garden (Konzertfilm)
  • 2012: Men in Black 3 (Regie Barry Sonnenfeld) (Cameo-Auftritt als Alien)
  • 2012: Die Simpsons - Lisa wird gaga (The Simpsons - Lisa Goes GaGa) (Fernsehserie) (Stimme)
  • 2013: Lady Gaga: iTunes Festival (Konzertfilm)
  • 2013: Machete Kills (Regie Robert Rodriguez)
  • 2014: Sin City 2: A Dame to Kill For (Regie Frank Miller, Robert Rodriguez)
  • 2014: Die Muppets 2: Muppets Most Wanted (Regie James Bobin)
  • 2015: Tony Bennett & Lady Gaga: Cheek to Cheek – Live (Konzertfilm)
  • 2015–2016: American Horror Story (Fernsehserie, 15 Folgen)
  • 2018: A Star Is Born (Regie Bradley Cooper)

Literatur

  • 2010: Lady Gaga', Thorsten Schatz und Michael Fuchs-Gamböck, 192 Seiten, VGS, ISBN 978-3802537097
  • 2010: Lady Gaga: Die Biografie, Autorin Maureen Callahan, Übersetzerin Irene Eisenhut, 288 Seiten, Heyne Verlag, ISBN 978-3453640474
  • 2011: Lady Gaga - Grenzbereich Mode, Lizzy Goodman, 144 Seiten, White Star, ISBN 978-3867261685
  • 2011: Lady Gaga, Autoren Lady Gaga und Terry Richardson, Übersetzer Helmut Dierlamm, 360 Seiten, Goldmann Verlag, ISBN 978-3442313136

Weblinks

Quellen