Rockmusik

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E-Bass-Modell von Paul McCartney und E-Gitarrenmodell von George Harrison (The Beatles), an Gitarrenverstärker gelehnt.

Rockmusik ist ein Musikgenre der Populären Musik, das vor allem in den 1950er-Jahren in den USA als Rock'n'Roll entstand und in den 1950er- und 1960er-Jahren in eine große Anzahl von Stilrichtungen entwickelte, vor allem in Großbritannien und den USA[1], aber zunehmend auch in weiteren Teilen der Welt. Die Wurzeln der Musik lagen im Rock'n'Roll der 1940er- und 1950er, aber auch im Country und Rhythm and Blues[2], später in der Beatmusik.

Stil

Im Mittelpunkt der Rockmusik steht zumeist die E-Gitarre, zuweilen auch Akustikgitarre. Eine typische Rockband wird von einem E-Bass, einem Schlagzeug sowie Gesang komplettiert. Bei einigen Substilen werden auch Bläser verwendet. Weitere Merkmale sind oft "Energie, Rebellion und eingängige Hooks".[2] So haben sich aus vielen Substilen eigene Jugendkulturen entwickelt. In der Musiktheorie spricht man von homophoner Musik: Neben einer begleitenden Rhythmusgruppe sind oft einzelne Gesangs- oder Gitarrenmelodien führend. Zwar wird und wurde ursprünglich der 4/4-Takt oft verwendet, es gibt aber auch etliche Subgenres, die mit völlig anderen Taktarten arbeiten, wie etwa der Progressive Rock.

Geschichte

Als einschneidend für die Popularisierung des Rock'n'Roll gilt Bill Haleys Rock Around the Clock aus dem Jahr 1954. Weitere bekannte Vertreter waren Elvis Presley, Chuck Berry, Jerry Lee Lewis, Little Richard und Buddy Holly. Die 1960er-Jahre wurden dann als "Goldenes Zeitalter"[3] oder "klassische Phase" der Rockmusik bezeichnet. Bands wie die Beatles oder Rolling Stones entwickelten sich zu führenden Gruppen des Genres. Cream, The Who und Jimi Hendrix spielten mit neuen technischen Elementen. Bluesrock, Folk Rock, Country Rock, Funk Rock und Fusion Jazz kamen auf. Rockmusik war eine der beliebtesten Richtungen während der Zeit der 68er-Bewegung, während der die Musik nicht selten psychedelische Elemente enthielt, aber auch Ausdruck von Rebellion der Friedensbewegung, etwa gegen den Vietnamkrieg, war.

Ebenfalls hatten der Progressive Rock und der Art Rock ihre Wurzeln in dieser Zeit. Pink Floyd, Genesis, Emerson, Lake and Palmer und Queen revolutionierten auch die Musik mit neuen progressiven Elementen. Die zweite Hälfte der 1970er wurde vom Punk Rock bestimmt. In den 1980ern waren vielfach New Wave, Post-Punk, AOR bzw. Melodic Rock bestimmend. Gleichzeitig entstand aus dem Hard Rock unter Einfluss des Glam Rocks seit den 1970ern der Heavy Metal mit vielen weiteren Substilen. Auch der Noise Rock entstand und fügte der Musik seinerseits neue Elemente hinzu. Als Hardcore Punk wurde auch eine neue Spielart des Punkrocks bekannt. Später in den 1980ern entwickelte sich der Alternative Rock, der in den 1990ern etwa mit Grunge, Britpop oder Alternative Metal größere Popularität erreichte.

Literatur

  • Matthias S. Fifka: Rockmusik in den 50er und 60er Jahren. Von der jugendlichen Rebellion zum Protest einer Generation. Nomos, Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-2522-2
  • Christian Graf, Burghard Rausch: Rockmusiklexikon Europa, Bd. 1., Fischer Tb., Frankfurt Juli 2005, ISBN 3-596-16428-1
  • Christian Graf, Burghard Rausch: Rockmusiklexikon Europa, Bd. 2., Fischer Tb., Frankfurt Juli 2005, ISBN 3-596-16429-X
  • Christian Graf, Burghard Rausch: Rockmusiklexikon Amerika, Afrika, Asien, Australien, Fischer Tb, Frankfurt Oktober 2003, ISBN 3-596-15869-9
  • Frank Laufenberg, Ingrid Laufenberg: Frank Laufenbergs Hit-Lexikon des Rock und Pop., Ullstein Tb., Oktober 2002, ISBN 3-548-36362-8
  • Christa Zöller: Rockmusik als jugendliche Weltanschauung und Mythologie. Religion und Biographie. Bd. 2. Lit, Münster 2000, ISBN 978-3-8258-4517-9

Weblinks

Quellen

  1. W. E. Studwell, D. F. Lonergan, The Classic Rock and Roll Reader: Rock Music from its Beginnings to the mid-1970s, Routledge, 1999, ISBN 0-7890-0151-9
  2. 2,0 2,1 Pop/Rock | Allmusic.com
  3. Turner, Luke: How "The Baby Boomers Stole Music With Myths Of A Golden Age" | The Quietus.com