Willkommen in der InkluPedia

Just Eat Takeaway

Aus InkluPedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Just Eat Takeaway
Name Just Eat Takeaway.com
Just Eat Takeaway Logo 6.2020.svg
Rechtsform Naamloze Vennootschap (Aktiengesellschaft)
ISIN NL0012015705
Gründung 1999
Sitz Amsterdam, Flag of the Netherlands.svg Niederlande

Leitung

Jitse Groen[1]

Mitarbeiterzahl 5.423 (Ende 2019, VZÄ)[2]
Umsatz 415,88 Mio. € (2019)[2]
Branche Onlinedienste, Lieferdienst
Homepage takeaway.com
Stand: 4. Juni 2020
ehemaliges Logo
Jitse Groen, 2015

Just Eat Takeaway.com (früher Thuisbezorgd.nl, Citymeal oder Takeaway.com) ist ein niederländischer Onlineanbieter von Lieferdienstleistungen für Gastronomien. Das 1999 von Jitse Groen (* 1978) gegründete international tätige Unternehmen hat seinen Sitz in Amsterdam. Über seine Onlineportale organisiert das Unternehmen die Bestellung und teilweise auch Auslieferung der von Partnergastronomien angebotenen Mahlzeiten. Das Unternehmen ist unter verschiedenen Namen in vielen Ländern weltweit auf den Kontinenten Europa, Nord- und Südamerika, Australien und Asien vertreten.[3] Just Eat Takeaway.com wird im Amsterdam EXchange index (AEX) der Börse in Amsterdam und im Euronexts AEX-Index geführt.[4]

Geschichte

Die Idee von Takeaway.com entstand 1999 während eines Familienfestes in einem kleinen Dorf in den Niederlanden. Damals wollte Jitse Groen Essen bestellen und erwartete über das Internet eine Auswahl an Lieferdiensten finden zu können. Er fand jedoch nur einige Restaurants in Amsterdam. Das brachte ihn auf die Idee, eine Online-Essen-Bestellseite zu erstellen. Bereits am darauffolgenden Tag wurde die Domain Thuisbezorgd.nl registriert. 2000 wurde diese Dienstleistung durch erste Werbekampagnen einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Durch das Aufkommen von Breitband-Internet im Jahre 2003 beschleunigte sich das Wachstum des Unternehmens enorm. Zwei Jahre später wurde mit Pizzaweb.nl die erste konkurrierende Website aufgekauft. Seit 2007 expandiert Thuisbezorgd.nl auch in Länder wie Belgien, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Luxemburg, Dänemark und Schweden. Um international unter einem Namen weiter zu agieren, wurde zunächst der Name Citymeal gewählt, später aber dann auf Takeaway.com gewechselt.[5]

Am 30. September 2016 ging Takeaway.com an die Börse.[6] Mitte 2018 gab der Wettbewerber Delivery Hero Group bekannt, dass Takeaway.com das Schweizer Onlineportal Foodarena.ch übernahm.[7] Ende 2018 wurde bekannt gegeben, dass Takeaway.com die deutschen Anteile von Delivery Hero übernimmt. Im April 2019 wurden dann Lieferheld, Lieferando, Foodora und Pizza.de vereint.[8] Im Februar 2020 vereinigtgen sich Takeaway.com und der britische Lieferdienst Just Eat zu Just Eat Takeaway.com. Im April 2020 stimmte die Wettbewerbsbehörde zu.[9]

Am 11. Juni 2020 wurde die Übernahme der US-amerikanischen Grubhub Inc. durch Just Eat Takeaway bekannt. Durch den Zusammenschluss entsteht den Unternehmen zufolge der größte Essenslieferkonzern außerhalb der Volksrepublik China.[10]

Anteilseigner

Stand: 25. Februar 2021[11]
Kapitalanteil Stimmanteil Anteilseigner
18,06 % 18,06 % Morgan Stanley
11,13 % 11,13 % Gribhold B.V.
10,02 % 10,02 % Delivery Hero SE
04,83 % 05,56 % BlackRock, Inc.
00,00 % 05,20 % Capital Research and Management Company
05,00 % 05,00 % Cat Rock Capital Management
00,00 % 04,75 % Baillie Gifford & Co
04,40 % 04,40 % Tiger Global Management LLC
03,32 % 03,18 % FIL Limited
03,11 % 03,11 % UBS Group AG
03,02 % 00,00 % EuroPacific Growth Fund

früher u. a. auch AKO Capital

Kritik

Im Februar 2021 wurden Recherchen des Bayerischen Rundfunks (BR) bekannt, nach denen Just Eat Takeaway massenhaft Schattenwebseiten erstellt, welche den Websites der Restaurants ihrer Partner ähnlich sehen. Der Besteller weiß daher oft nicht, dass er über Lieferando statt direkt beim Restaurant bestellt.[12] Denn selbst wenn das Restaurant selber ausliefert, muss es trotzdem pro Bestellung über Lieferando in der Regel 13 Prozent Provision an Lieferando bezahlen. Bei Bestellung und Auflieferung über Lieferando sind sogar 30 Prozent fällig.[13]

Das vegane Restaurant von Daniel Debus wurde von Lieferando sogar mit einem gebratenen Rindersteak als Titelbild beworben. Die Professorin für Digitales Marketing und E-Commerce Jana-Kristin Prigge an der Universität Würzburg sieht in diesem Vorgehen Lieferandos einen "möglichen Imageschaden" für Debus' Restaurant und eine mögliche Geschäftsschädigung.[14] Nach den Recherchen des BR betreibt Lieferando zehntausende Webseiten, die durch eine Kooperation mit Google und geschickte Suchmaschinenoptimierung bei einer Suche als erste Treffer angezeigt werden. Europaweit waren zu dem Zeitpunkt über 120.000 solcher Domänen registriert, gut 50.000 davon in Deutschland. Seit April 2020 können Kunden direkt auf Google-Seiten Essen bestellen, abgewickelt werden die Bestellungen über Lieferando.[12] Die Vorsitzende des Deutsche Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, sieht bei Lieferando „nahezu monopolistische Strukturen“, die „zu einer brutalen Abhängigkeit“ der Gastronomen führten. Sie rät den Gästen „im Idealfall direkt mit dem Restaurant das Geschäft zu machen“.

Weblinks

Quellen