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Lars H.U.G.

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Lars H.U.G.

Lars H.U.G. (Abkürzung für Lars Hugh Uno Grammy) (* 11. September 1953 in Sorgenfri, Lyngby-Taarbæk Kommune als Lars Haagensen) ist ein dänischer Musiker, Sänger, Komponist und Maler.

Leben

Hug war ein Spitzname in seiner Kindheit, den er später als Künstlername übernahm. Mit 18 Jahren verließ er die weiterführende Schule, suchte sich eine Arbeit, einen Platz zum wohnen und fing an zu malen. 1975 schrieb er sich an der Kunstakademie Det Jyske Kunstakademi (DJK) in Aarhus ein.[1][2] Hier traf er auf den Bassisten Johnny Voss.[3]

Einige Zeit später kaufte er sich eine elektrische Gitarre und kurze Zeit später gründete er mit einigen Kollegen die Punk/New-Wave-Band Kliché. Die erste Single "Militskvinder", eine Adaption eines Gedichts von Mao Zedongs (1893–1976), wurde ein Hit.[1][2] Im Jahr 1980 veröffentlichte Kliché ihr Debütalbum "Supertanker". Es wurde von 1979 bis 1980 im Sweet Silence Studio aufgenommen.[4] 1982 folgte das zweite und letzte Album "Okay Okay Boys". Es wurde im April 1982 aufgenommen.[5] 2011 veröffentlichte EMI Music Denmark eine Kompilation der Band.

Solokarriere

Sein erstes Soloalbum "City Slang" wurde 1984 über das 1978 gegründete dänische Label Medley Records veröffentlicht. Die Texte enthalten Gedichte des dänische Dichters Søren Ulrik Thomsen (* 1956). Thomsens gleichnamige Sammlung von Gedichten wurde 1981 veröffentlicht. Das Cover des Albums hat der dänische Künstler Søren Kjær erstellt. Die Aufnahmen erfolgten bereits 1983.[6] Im Jahr 1985 war er als Backgroundsänger beim Titel "One Life" des Albums "Play It Straight" des dänischen Popduos Laid Back dabei.[7] Laid Back war damals ebenfalls bei Medley Records unter Vertrag.

1987 folgte sein zweites Soloalbum "Kysser himlen farvel". Ebenfalls 1987 wurde er wegen Verwendung des Nachnamens "Hug" vom Unternehmer Lars Hug verklagt,[8] woraufhin er den "Nachnamen" nach Hugh Uno Grammy wechselte, um die Abkürzung H.U.G. verwenden zu können. So wurde er bekannt, der Kläger ging hingegen leer aus. 1988 trat Lars H.U.G. beim Roskilde-Festival auf.[9] Im Jahr 1989 erschien sein drittes Soloalbum "Kopy". Im Juni 1990 trat er beim Jübek Open Air Festival in Schleswig-Holstein auf.[9] Im Jahr 1990 wurde Lars H.U.G. von der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) als bester dänischer Sänger ausgezeichnet.[10]

1992 veröffentlichte er sein viertes Soloalbum "Blidt over dig" und trat im Juli bei der Grøn Koncert-Serie mit auf. Grøn Koncert ist eine jährliche Serie mit dänischen Künstlern, die gemeinsam jeweils im Juli für einige Tage auf Tour gehen. Veranstalter ist Muskelsvindfonden. 1996 erschien sein fünftes Soloalbum "Kiss & Hug From a Happy Boy". An dem Album ist die dänische Band Once Around The Park beteiligt gewesen. Ebenfalls beteiligt war die schwedischen Musikerin Lisa Ekdahl. Mit ihr nahm er den Titel "Backwards" auf, welcher 1996 über EMI-Medley auch als Single veröffentlicht worden ist.[11] Im Jahr 2003 erschien sein sechstes Soloalbum "Save Me from This Rock 'n' Roll". Das zwar zugleich das letzte, welches wie alle seiner vorherigen Alben über Medley Records veröffentlicht worden ist. Im Juli 2003 trat er erneut bei der Grøn Koncert-Serie mit auf.

Im Jahr 2004 wurde Lars H.U.G. als Erster mit dem Bent-Fabric-Preis ausgezeichnet. Der Bent-Fabric-Preis wird von dem dänischen Pianisten und Komponisten Bent Fabricius-Bjerre (* 1974) gestiftet. Ende 2004 zitierte Kronprinz Frederik von Dänemark den Text eines Songs von Lars H.U.G. zum Abschluß seiner Hochzeitsrede an seiner Frau Mary Donaldson.[12] Im Jahr 2005 sang er im Duett mit Flemming "Bamse" Jørgensen (1947–2011) den Titel "Smoke Gets In Your Eyes" auf seinem letzten Album "Be My Guest".[13] Nach über zehn Jahren Pause erschien dann im Jahr 2014 das Album "10 sekunders stilhed" über Genlyd Grammofon. Es erreichte Platz 1 der dänischen Albumcharts.[14] An den Covern zu seinen Alben hat Lars H.U.G. teilweise mitgearbeitet. Im Juni 2014 trat er beim dänischen NorthSide Festival in Aarhus auf.

Maler

Seine erste große retrospektive Ausstellung "1000 Bilder ohne Klang" (”1000 Billeder Uden Lyd”)" hatte er 2001 im dänischen Gjethuset.[12] Im Jahr 2007 kaufte ein Kunstsammler alle seine verfügbaren Bilder. Im Juli 2009 hatte er eine Ausstellungen in Washington, D.C. und im November 2010 in New York City (Dänisches Konsulat/Cultural Frontrunners).[1] Anlässlich der dänischen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2012 wurden eine Reihe seiner Werke in Brüssel, Belgien (Aloft) und Luxemburg (Beim Engel) ausgestellt.[12]

Diskografie

Kliché

  • 1980: Supertanker, Medley Records
  • 1982: Okay Okay Boys, Medley Records
  • 2011: De Samlede Klichéer, EMI Music Denmark (Kompilation)

Solo

  • 1984: City Slang, Medley Records
  • 1987: Kysser himlen farvel, Medley Records
  • 1989: Kopy, Medley Records
  • 1992: Blidt over dig, Medley Records
  • 1996: Kiss & Hug From a Happy Boy (feat. Once Around The Park), Medley Records
  • 2003: Save Me from This Rock 'n' Roll, Medley Records
  • 2014: 10 sekunders stilhed, Genlyd Grammofon

Laid Back

  • 1985: Play It Straight, Medley Records

Flemming Jørgensen

  • 2005: Be My Guest, CMC

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2001: 1000 Soundless Pictures
  • 2009: Washington, D.C.
  • 2010: New York City

Weblinks

Quellen