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Neal Casal

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Neal Casal, 2008

Neal Casal (2. November 1968 in Denville, New Jersey – 26. August 2019) war ein US-amerikanischer Gitarrist, Sänger, Songwriter und Fotograf.

Leben

Neal Casal wurde am 2. November 1968 in Denville im US-Bundesstaat New Jersey geboren. In seiner Kindheit liessen sich seine Eltern scheiden, wodurch Neal Casal in mehreren US-Bundesstaaten lebte, darunter in Georgia, Kalifornien, Michigan, Florida und New York. Mit 13 bekam er eine Gitarre und das Studioalbum "Exile on Main St." (1972) der 1962 gegründeten englischen Rockband The Rolling Stones geschenkt. In der High School führte Casal seine eigene Band an.[1] Seine Karriere als Musiker begann Ende der 1980er Jahr in der Band Blackfoot aus Florida.[2] 1991 schloss er einen Verlagsvertrag mit Warner/Chappell Music ab. Drei Jahre später unterzeichnete er bei Zoo Records[1] und veröffentlichte 1995 mit "Fade Away Diamond Time" sein erstes Soloalbum.[2] Dazu tat er sich mit dem Produzenten Jim Scott (Wilco/Whiskeytown) zusammen. Aufnahmen wurden außerhalb von Santa Barbara gemacht, wo der US-amerikanische Sänger und Schauspieler Dean Martin (1917–1995) einst lebte. Das Album wurde von Publikationen wie der Washington Post positiv aufgenommen, doch Casal wurde noch während der folgenden Tour von Zoos Liste gestrichen. Kurz darauf gab Zoo das Geschäft ganz auf.[1]

Casal wechselte zum Independent-Label Buy Or Die Records, worüber er 1996 das Album "Rain, Wind and Speed" veröffentlichte. Das deutsche Label Glitterhouse Records veröffentlichte "Rain, Wind and Speed" ??in Europa heraus, wo Casal bereits mehrere Solo- und Gruppenauftritte absolviert hatte. 1997 folgte mit "Field Recordings" eine zweite Veröffentlichung von Glitterhouse. Das Album enthält eine Sammlung von Outtakes und unveröffentlichten Titeln.[1] 1997 war Neal Casal erstmals in Deutschland auf Tour, gemeinsam mit Chris Burroughs (1958–2018). Dazu taten sich die Label Glitterhouse Records und Blue Rose Records zusammen. Beide Künstler boten vom 11. April bis 12. Mai ein Solo-Programm, das sie neben Deutschland auch nach Österreich, Italien, in die Schweiz und die Niederlanden führte. Am 23. April gastierten sie dabei in Heilbronn und spielten jeweils einen 70-Minuten Set. Dieser Auftritt wurde damals mitgeschnitten, aber erst am 30. August 2019 posthum von rockradio.de erstmals veröffentlicht.[3] Ebenfalls 1997 stellte Casal eine vollständige Band zusammen, mit der er innerhalb von fünf Tagen das selbst produzierte Album "The Sun Rises Here" (1998) aufnahm. Das brachte Casal weiteres Ansehen. James Iha (The Smashing Pumpkins) bat Casal um Hilfe für seine erste Solo-CD "Let It Come Down" (1998).[4] Es folgten weitere Soloalben über Glitterhouse Records und Fargo Records. 2002 veröffentlichte er das gemeinsame Album "Ran On Pure Lightning" mit Shannon McNally. 2003 folgte die Kompilation "Maybe California: An Introduction To Neal Casal" und 2004 die Kompilation "Leaving Traces: Songs 1994-2004" sowie das Soloalbum "Return In Kind". Ebenfalls 2004 trat Casal beim Crossroads Festival auf.

Von 2005 bis 2009 war er Mitglied der Backingband The Cardinals von Ryan Adams.[5] Parallel veröffentlichte er 2006 das Soloalbum "No Wish To Reminisce", 2007 ein Split-Album mit Glen Phillips und Tom Freund sowie das Soloalbum "All Directions". 2009 folgte das Soloalbum "Roots & Wings". Die Kompilation "Leaving Traces: Songs 1994-2004" wurde am 31. Mai 2010 als CD mit DVD wiederveröffentlicht. 2011 veröffentlichte er sein letztes Soloalbum "Sweeten The Distance" über Fargo Records. Er war auch als Fotograf an mehreren Musikveröffentlichungen beteiligt.

Casal trug auch zu Aufnahmen der US-amerikanischen Bands The Chris Robinson Brotherhood, The Jayhawks und Hard Working Americans bei und war Mitbegründer von Circles Around The Sun, die von Mitgliedern der US-amerikanischen Rockband Grateful Dead initiiert wurden, um in 2015 für ihre Fare Thee Well-Konzerte in New York Pausenmusik zu schreiben und aufzuführen.[1] Neal Casal war weiterhin auch mit GospelbeacH, Hazy Malaze und The Skiffle Players aktiv.[6] Am 24. August 2019 trat er beim LOCKN’ Festival in Arrington in Virginia auf. Er begleitete Oteil Burbridge, der seinen 55. Geburtstag bei der Show feierte. Neal Casal verstarb am 26. August 2019 im Alter von 50 Jahren durch Selbstmord.[2] Zu dieser Zeit lebte er in Ventura in Kalifornien.[5]

Diskografie (Alben)

Blackfoot

  • 1990: Medicine Man, Music For Nations
  • 1994: After The Reign, Wildcat!

Solo

  • 1995: Fade Away Diamond Time, BMG / Zoo Entertainment
  • 1996: Rain, Wind and Speed, Glitterhouse Records
  • 1997: Field Recordings, Glitterhouse Records
  • 1998: The Sun Rises Here, Glitterhouse Records
  • 1998: Basement Dreams, Glitterhouse Records
  • 1999: Kenny Roby & Neal Casal - Black River Sides, Glitterhouse Records
  • 2000: Anytime Tomorrow, Fargo Records
  • 2001: Select Cuts, Fargo Records (Kompilation, Promo)
  • 2002: Shannon McNally and Neal Casal ?– Ran On Pure Lightning, Fargo Records
  • 2003: Maybe California: An Introduction To Neal Casal, Fargo Records (Kompilation)
  • 2004: Leaving Traces: Songs 1994-2004, Fargo Records (Kompilation)
  • 2004: Return In Kind, Fargo Records
  • 2006: No Wish To Reminisce, Fargo Records
  • 2007: Neal Casal, Glen Phillips, Tom Freund - West Coast Lounge: Slow Food Music, Blue Moon Records
  • 2007: All Directions, Fargo Records
  • 2009: Roots & Wings, Fargo Records
  • 2011: Sweeten The Distance, Fargo Records

Hazy Malaze

  • 2003: Hazy Malaze, Fargo
  • 2005: Blackout Love, Fargo
  • 2009: Connections, Fargo

Ryan Adams

  • 2007: Easy Tiger, Lost Highway
  • 2008: Cardinology, Lost Highway
  • 2010: III/IV, Pax Americana Record Company

The Chris Robinson Brotherhood

  • 2012: Big Moon Ritual, Silver Arrow
  • 2012: The Magic Door, Silver Arrow
  • 2013: Betty's SF Blends - Volume One, Silver Arrow
  • 2014: Phosphorescent Harvest, Silver Arrow
  • 2015: Betty's Blends - Volume Two 2, Silver Arrow
  • 2016: Anyway You Love, We Know How You Feel, Silver Arrow
  • 2017: Betty's Self-Rising Southern Blends Vol. 3, Silver Arrow (2CD)
  • 2017: Barefoot In The Head, Silver Arrow
  • 2019: Servants Of The Sun, Silver Arrow

Hard Working Americans

  • 2014: Hard Working Americans, Melvin Records
  • 2014: The First Waltz, Melvin Records (CD+DVD)
  • 2016: Rest In Chaos, Melvin Records
  • 2017: We're All In This Together, Melvin Records

Circles Around The Sun

  • 2015: Interludes For The Dead, Rhino Records
  • 2018: Let It Wander, Rhino Records

GospelbeacH

  • 2015: Pacific Surf Line, Alive Records
  • 2019: Let It Burn, Alive Naturalsound Records

The Skiffle Players

  • 2016: Skifflin', Spiritual Pajamas
  • 2018: Skiff, Spiritual Pajamas

Weblinks

Quellen