Florian Huber (Historiker)

Aus InkluPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Florian Huber (* 1967 in Nürnberg) ist ein deutscher Historiker, Drehbuch- und Sachbuchautor, Regisseur sowie Fernsehredakteur.

Leben

Florian Huber wurde 1967 in Nürnberg im deutschen Bundesland Bayern geboren. Er studierte Geschichte und Volkswirtschaft in Köln. Seine Promotion hatte die Umerziehungspolitik der britischen Besatzungsmacht in Deutschland zum Thema.[1] Von 1998 bis 2006 arbeitete er als Redakteur und Regisseur beim NDR-Fernsehen.[2] Seit 2005 arbeitet er als freier Dokumentarfilmer und Sachbuchautor.[3] Er schreibt Drehbücher und historische Sachbücher. Seine Dokumentarfilme zu Themen wie dem Mauerfall in Berlin, dem Olympia-Attentat 1972 in München sowie den Terroranschlägen am 11. September 2001 erhielten zahlreiche nationale wie internationale Preise.[1]

In seinem Buch "Kind, versprich mir, dass du dich erschießt: Der Untergang der kleinen Leute 1945" (2015) geht es um den größten Massenselbstmord der deutschen Geschichte im Mai 1945 in Demmin. Die wöchentliche Kultursendung ttt – titel, thesen, temperamente berichtete am 8. Februar 2015 darüber, Florian Huber wurde dazu interviewt. 2017 erschien sein Werk "Hinter den Türen warten die Gespenster : das deutsche Familiendrama der Nachkriegszeit".

Florian Huber lebt in Hamburg.[1]

Publikationen

  • 2006: Re-education durch Rundfunk : die Umerziehungspolitik der britischen Besatzungsmacht am Beispiel des NWDR 1945 - 1948, 137 Seiten, Hans-Bredow-Institut, Hamburg
  • 2008: Meine DDR. Leben im anderen Deutschland, 285 Seiten, Rowohlt Verlag, Berlin, ISBN 978-3-87134-615-6
  • 2009: Schabowskis Irrtum. Das Drama des 9. November, 220 Seiten, Rowohlt Verlag, Berlin, ISBN 978-3-87134-647-7
  • 2015: Kind, versprich mir, dass du dich erschießt: Der Untergang der kleinen Leute 1945, 304 Seiten, Berlin Verlag, ISBN 978-3-8270-1247-0
  • 2017: Hinter den Türen warten die Gespenster : das deutsche Familiendrama der Nachkriegszeit, 347 Seiten, Berlin Verlag, ISBN 978-3-8270-1331-6

Filmografie (Auswahl)

  • 2008: Duell in den Wolken – der letzte Flug von Antoine de Saint-Exupéry (ZDF)
  • 2009: Schabowskis Zettel – Die Nacht als die Mauer fiel (ARD)
  • 2012: Vom Traum zum Terror – München 1972 (ARD)
  • 2015: Geheimnis Regierungsbunker Ahrtal

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2010: Journalistenpreis „Medienpreis Luft- und Raumfahrt“[4]
  • 2013: „Silver Medal" beim New York Festival in der Kategorie „Best Docu Drama“ für „Vom Traum zum Terror – München 1972“[5]
  • 2014: Robert-Geisendörfer-Preis, Sonderpreis der Jury für „14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs“[6]

Weblinks

Quellen