Chronik der Meteorologie

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Chronik der Meteorologie

Blaise Pascal, Maler unbekannt
Porträt von Francis Beaufort, gemalt von Stephen Pearce
Alexander von Humboldt, gemalt von Joseph Stieler, 1843

Neuzeit

  • 1648: Der französische Mathematiker und Physiker Blaise Pascal (1623-1662) beweist, dass die Höhe einer Quecksilbersäule in einem Barometer vom Luftdruck abhängig ist.
  • 1660: Der deutsche Politiker, Jurist, Physiker und Erfinder Otto von Guericke (1602-1686) benutzt das Barometer zur Wettervorhersage.
  • 1716: Der englische Astronom, Mathematiker, Kartograph, Geophysiker und Meteorologe Edmond Halley (1656-1742) erklärt Polarlicht
  • 1735: Der britische Hobby-Physiker und Hobby-Meteorologe George Hadley (1685-1768) kann die Westströmung der tropischen Luft aus der Erdrotation ableiten und die Passatwinde erklären.
  • 1783: Der Schweizer Naturforscher Horace-Bénédict de Saussure (1740-1799) kann mit Hilfe des von ihm erfundenen Haarhygrometers die Luftfeuchtigkeit messen.
  • 1802: Der britische Pharmakologe und Apotheker Luke Howard (1772-1864) gibt in seinem Vortrag "On the Modification of Clouds" im Plough-Court-Laboratorium vor der Askesian Society in London Wolken lateinische Namen.

19. Jahrhundert

  • 1806: Der britische Hydrograf Francis Beaufort (1774-1857) beginnt in seinem Tagebuch die Stärke des Windes (Windgeschwindigkeit) gemäß einer Skala von 1-13 festzuhalten.
  • 1817: Erste Weltklimakarte des deutschen Naturforschers Alexander von Humboldt (1769-1859)
  • 1822: Der Schweizer Ignace Venetz (1788-1859) wird von seinem Landsmann Jean-Pierre Perraudin (1767-1858) darauf gebracht, dass die Gletscher früher eine größere Ausdehnung hatten, er wird einer der Väter der Eiszeittheorie.
  • 1822: Der französische Mathematiker und Physiker Joseph Fourier (1768-1830) postuliert Treibhauseffekt
  • 1835: Der französische Mathematiker und Physiker Gaspard Gustave de Coriolis (1792-1843) propagiert eine Kraft quer zur augenblicklichen Bewegungsrichtung des Körpers.
  • 1835-1837: Paläoklimatologie: Der Begriff "Eiszeit" wird von dem deutschen Naturwissenschaftler, Botaniker und Geologen Karl Friedrich Schimper (1803-1867) eingeführt.
  • 1837: Der schweizerisch-amerikanische Naturforscher Louis Agassiz (1807-1873) beginnt seine Gletscherstudien und verhilft der Eiszeittheorie zum Durchbruch.
  • 1841: Der deutsch-schweizerischer Geologe und Gletscherforscher Johann von Charpentier/Jean De Charpentier (1786-1855) veröffentlicht sein Werk "Essais sur les glaciers"
  • 1854: William John Macquorn Rankine (1820-1872): Entropie
  • 1856: Der US-amerikanische Meteorologe William Ferrel (1817-1891) veröffentlicht seinen Artikel "An essay on the winds and currents of the ocean", in dem er als Erster eine plausible Erklärung für die Windzirkulation in den mittleren Breiten der Erde vorlegte.
  • 1864: Der schottische Naturforscher James Croll (1821-1890) behauptet, ein sich ändernder Erdumlauf erzeuge Eiszeiten
  • 1873: Internationalen Meteorologieorganisation Wien
  • 1896: Der schwedische Physiker und Chemiker Svante Arrhenius (1859-1927) war der erste Wissenschaftler, der versuchte zu berechnen, wie Veränderungen der Konzentration von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre die Oberflächentemperatur der Erde durch den Treibhauseffekt verändert.
  • 1896: Erster Internationaler Wolkenatlas

20. Jahrhundert

  • 1902: Der deutsche Meteorologe Richard Aßmann (1845-1918) und der französische Meteorologe Léon-Philippe Teisserenc de Bort (1855-1913) entdecken zeitgleich die Stratosphäre
  • 1920: Milankovic-Zyklen des österreichisch-ungarische Bauingenieurs und Geophysikers Milutin Milankovic (1879-1958) führen Eiszeiten fast ausschließlich auf Schwankungen der Erdbahnparameter zurück[1]
  • 1950: Die Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) wird am 23. März gegründet. Hauptsitz ist in Genf.
  • 1950: ENIAC berechnet zum ersten Mal eine Wettervorhersage.
  • 1952: Gründung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) in Offenbach. Heute schicken 11.000 Boden-Radarstationen, 7800 Schiffe, 750 ferngesteuerte Bojen, 3000 Flugzeuge, 1800 Wetterballon-Stationen und 14 Satelliten Messwerte.
  • 1959: Erster Wettersatellit Vanguard 2
  • 1961: Edward Lorenz (1917-2008): Chaostheorie
  • 1971: Saffir-Simpson: Die Hurrikan-Skala von Herbert Saffir (1917–2007) und Robert Simpson (* 1912) teilt die Stürme in 5 Stärken ein.
  • 1971: Tetsuya Theodore Fujita (1920-1998): Tornado-Skala
  • 1971: Die Madden-Julian-Oszillation (MJO) nach Roland Madden und Paul Julian (* 1929) vom National Center for Atmospheric Research
  • 1979 Februar: WMO hält in Genf die erste Klimakonferenz ab
  • 1997 Dezember: Das Zusatzprotokoll "Kyoto" zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit dem Ziel des Klimaschutzes wird beschlossen. Im Februar 2005 ist das Abkommen in Kraft getreten.

21. Jahrhundert

  • 2007: Die Amerikaner verwenden jetzt die "EF-Skala" (Enhanced Fujita Scale) für Tornados
  • 2011: 191 Staaten sowie die Europäische Union haben das Kyoto-Protokoll ratifiziert. Kanada gibt seinen Ausstieg bekannt, die USA ist ihm nie beigetreten.
  • 2013 November: UN-Klimakonferenz in Warschau (COP 19)
  • 2014 Dezember: Klimakonferenz (COP 20) in Lima endet praktisch ergebnislos.

Nach Studien des Weltklimarates müssten für eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad die Emissionen weltweit um 40 bis 70 Prozent bis 2050 reduziert werden. [2]

  • 2015 30. November bis 11. Dezember: Klimakonferenz (COP 21) in Paris

Weblinks

Quellen