Gambia
| Republik Gambia | |||||
| Republic of The Gambia | |||||
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| Wahlspruch: Progress, Peace, Prosperity (englisch, „Fortschritt, Frieden, Wohlstand“) | |||||
| Amtssprache(n) | Englisch | ||||
| Hauptstadt | Banjul | ||||
| Staats- und Regierungsform |
präsidentielle Republik | ||||
| Währung | 1 Dalasi (GMD) = 100 Bututs (b) | ||||
| Unabhängigkeit | 18. Februar 1965 (vom Vereinigten Königreich) | ||||
| Nationalhymne | For The Gambia Our Homeland („Für Gambia, unser Heimatland“) | ||||
| Nationalfeiertag | 18. Februar (Unabhängigkeitstag) | ||||
| Zeitzone | UTC±0 | ||||
| Kfz-Kennzeichen | WAG | ||||
| ISO 3166 | GM, GMB, 270 | ||||
| Top-Level-Domain | .gm | ||||
| Telefonvorwahl | +220 | ||||
Gambia (amtlich Republik Gambia) ist ein Staat in Westen von Afrika. Die Hauptstadt von Gambia ist Banjul. Gambia wurde am 18. Februar 1965 vom Vereinigten Königreich unabhängig.
Geografie
Der Staat Gambia liegt beidseitig an den Ufern des namensgebenden Flusses Gambia. Der Gambia ist einer der Hauptströme Afrikas. Mit Ausnahme eines Küstenabschnittes an der Mündung des Flusses in den Atlantischen Ozean wird der Staat Gambia vollständig vom Staat Senegal umschlossen. Gambia ist der kleinste Staat des afrikanischen Festlandes. An seiner schmalsten Stelle von Nord nach Süd misst der Staat gerade mal zehn Kilometer. Der breiteste Abstand beträgt 48,2 Kilometer.[1] Die höchste Erhebung Gambias liegt 53 m über dem Meeresspiegel.[2] In Gambia gibt es keine größeren Stillgewässer beziehungsweise Seen.
Geschichte
Der ungewöhnliche Grenzverlauf beidseitig entlang des Flusses Gambia ergibt sich aus der Geschichte des Staates. England hatte in der Kolonialzeit wegen Goldvorkommen und Sklaven ein Interesse am sehr gut schiffbaren Gambia-Fluss, der sich durch das damalige französische Kolonialgebiet ins afrikanische Inland schlängelte. England kontrollierte zunächst nur einzelne Stützpunkte entlang der westafrikanischen Atlantikküste. Also rief England die Royal African Company (RAC) ins Leben, um ins Landesinnere zu kommen. Doch immer wieder attackieren französische Truppen die englischen Handelskontore – bis sich beide Parteien im Pariser Frieden von 1763 einigten. England beanspruchte einen Streifen Land entlang des Flusses, der so breit ist, dass seine Schiffe nicht von französischem Territorium aus mit Kanonen beschossen werden können. Daher feuerten die Engländer mit ihren Kanonenbooten zu beiden Uferseiten. Der Grenzverlauf verlief dort, wo die Kanonenkugeln einschlugen. Über 15 Jahre streiften Kolonialbeamte in der Savannenlandschaft umher, ehe sie alle Kanonenkugeln gefunden hatten und den Grenzverlauf bestimmen konnten.[1]
Dawda Jawara (1924–2019) führte Gambia 1965 in die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich. Er war zunächst Premierminister einer konstitutionellen Monarchie mit der britischen Königin als Staatsoberhaupt. 1970 wurde Gambia nach einer Volksabstimmung zur Präsidialrepublik mit Jawara als Staatspräsidenten. Jawara blieb bis 1994 der Staatspräsident Gambias. Seine Präsidentschaft wurde 1994 durch einen Staatsstreich des Leutnants der Militärpolizei Yahya Jammeh (* 1965) beendet. Yahya Jammeh war von 1996 bis Anfang 2017 der Staatspräsident Gambias. Ihm folgte im Amt Adama Barrow (* 1965) der National People’s Party. Im Dezember 2021 wurde Adama Barrow bei der Präsidentschaftswahl im Amt bestätigt.
Verwaltungsgliederung
Der Staat Gambia ist in fünf Regionen und die zwei Gemeinden (municipalities) Banjul und Kanifing unterteilt. Die Regionen sind weiter in Distrikte unterteilt.

| Region | Abkürzung | Verwaltungssitz | ISO 3166-2- Code[3] |
|---|---|---|---|
| Central River Region | CRR | Janjanbureh | GM-M |
| Greater Banjul Area | GBA | Banjul | GM-B |
| Lower River Region | LRR | Mansa Konko | GM-L |
| North Bank Region | NBR | Farafenni | GM-N |
| Upper River Region | URR | Basse Santa Su | GM-U |
| West Coast Region | WCR | Brikama | GM-W |
Literatur
- 2006: Sahelländer: Mauretanien, Senegal, Gambia, Mali, Burkina Faso, Niger. Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik (Länderkunden), Thomas Krings, 231 Seiten, wbg Academic in Herder, ISBN 978-3534118601
- 2010: Sahel-Länder Westafrika (Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso, Senegal, Gambia), Thomas Baur und Gerhard Göttler, 840 Seiten, Reise Know-How, 9. neu bearbeitete und komplett aktualisierte Auflage, ISBN 978-3831719693
- 2018: Mandinka - Wort für Wort (für Gambia), Karin Knick, 160 Seiten, Reise Know-How Verlag Peter Rump, 4. Auflage, ISBN 978-3831765430
- 2020: Gambia - Kleines Urlaubsparadies in Westafrika, Ilona Hupe, 216 Seiten, Hupe Verlag, 7. aktualisierte Auflage, ISBN 978-3932084904
- 2023: Senegal & The Gambia, mehrsprachig, World Mapping Project von Reise Know-How, 6. neu bearbeitete und aktualisierte Auflage,, ISBN 978-3831773657
Weblinks
- https://www.gambia.gov.gm/ The Official Website of The Government of The Gambia
- https://www.visitthegambia.gm/ Gambia Tourism Board
- Gambia beim Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland
- Gambia beim Statistischen Bundesamt (Destatis)

- Marc Perrenoud: Gambia im Historischen Lexikon der Schweiz
- Gambia, The im The World Factbook der CIA
- Iten-Online - Klimadiagramm Gambia
- Gambia bei City Population
- Gambia bei Wikimedia Commons

- Gambia in Wikivoyage



