Oberhausen

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Der Begriff Oberhausen ist mehrdeutig. Dieser Artikel beschreibt die übliche Verwendung. Für weitere Verwendungen siehe Oberhausen (Begriffsklärung).

Wappen der Stadt Oberhausen
Lage der Stadt Oberhausen (rot) im Regierungsbezirk Düsseldorf (graurot) und in Nordrhein-Westfalen (dunkelgrau)

Oberhausen [ˈoːbɐhaʊ̯zn̩] ist eine kreisfreie Großstadt im Ruhrgebiet im Regierungsbezirk Düsseldorf des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Sie ist Mitglied im Landschaftsverband Rheinland, im Regionalverband Ruhr, in der Städteregion Ruhr 2030 und in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Oberhausen ist in die 3 Stadtbezirke Alt-Oberhausen, Sterkrade sowie Osterfeld und 26 Stadtteile unterteilt. Die Gesamtfläche des Stadtgebietes beträgt 7.771 ha, die Einwohnerzahl beträgt 211.888 (Stand 2016).[1]

Das Einkaufs- und Freizeitzentrum CentrO bildet seit den 1990er Jahren das Herzstück der Neuen Mitte der Stadt. Auf dem CentrO-Gelände mit einer Verkaufsfläche von 125.000 m² und Betriebsfläche über 830.000 m² sowie in unmittelbarer Nähe befinden die 1996 eröffnete Mehrzweckhalle König-Pilsener-Arena, der ehemalige CentrO.PARK/Sea Life Abenteuer Park, ein Multiplex-Kino, die Heinz-Schleußer-Marina, das Gasometer Oberhausen, das Schloss Oberhausen, das Metronom Theater und das 2009 eröffnete Erlebnisbad AQUApark.

Geschichte

Die Fläche des heutigen Stadtgebiets Oberhausen gehörte bis Ende des 18. Jahrhunderts zu unterschiedlichen Herrschaften. Lippern (Lipper Heide) und Lirich gehörten zum Reichsstift Essen (Essen-Borbeck), Styrum zur reichsfreien Herrschaft Styrum, Alstaden und Dümpten zur Herrschaft Broich. Die Bürgermeisterei Holten mit Buschhausen und Sterkrade im Kreis Wesel lagen im preußischen Herzogtum Kleve und Osterfeld im kurkölnischen Vest Recklinghausen. Ab 1803 gehörte Osterfeld zum Herzogtum Arenberg-Meppen, ab 1806 gehörten Alt-Oberhausen und Sterkrade zum Großherzogtum Berg. Ab 1815 gehörte das gesamte heutige Stadtgebiet zu Preußen.

Die Besiedlung Oberhausens nahm durch den Abbau von Eisenerz und Kohle stark zu und so wuchs Oberhausen vom ländlichen Raum zum Industriestandort mit Zechen, Stahlwerken und chemischer Industrie heran. Die Bürgermeisterei Oberhausen wurde am 1. Februar 1862 auf Betreiben des Duisburger Landrats Anton Kessler (1816–1890) aus Teilen von sechs anderen Gemeinden gebildet. Am 10. September 1874 erhielt die Gemeinde Oberhausen durch Einführung der Städteordnung das Stadtrecht. Sie wurde damit kreisangehörige Stadt des Landkreises Mülheim an der Ruhr. Von 1909 bis 1915 kam es zu mehreren Eingemeindungen. Dadurch erreichte Oberhausen 1915 eine Einwohnerzahl von 100.000, wodurch die Stadt zur Großstadt wurde. Im Zuge der Gebietsreform im Ruhrgebiet wurden am 29. Juli 1929 die Stadtkreise Oberhausen an der Ruhr, Osterfeld und Sterkrade zum neuen Stadtkreis Oberhausen (Rheinland) mit Korrekturen an den Grenzen zu den Nachbarstädten vereinigt. Am 1. August 1929 folgte die Eingemeindung von Sterkrade und Osterfeld.

Literatur

Monografien
  • 1964: Oberhausener Heimatbuch, Wilhelm Seipp, 478 Seiten
  • 1999: Auswahlbibliographie zur Oberhausener Stadtgeschichte, Thomas Pawlowski-Grütz, Laufen, K M, ISBN 978-3874681520
  • 2001: Abenteuer Industriestadt Oberhausen 1874–1999: Beiträge zur Stadtgeschichte, Herausgeber Stadt Oberhausen, 536 Seiten, Laufen, K M, ISBN 978-3874681728
  • 2009: Centro Oberhausen – Die verschobene Stadtmitte: Ein Beispiel verfehlter Stadtplanung, Walter Brune und Holger Pump-Uhlmann, 127 Seiten, IZ IMMOBILIENZEITUNG, ISBN 978-3940219091
  • 2012: Oberhausen: Eine Stadtgeschichte im Ruhrgebiet, Herausgeber Magnus Dellwig und Peter Langer, 4 Bände, Aschendorff, ISBN 978-3402129609
Periodika
  • Ursprünge und Entwicklungen der Stadt Oberhausen, Herausgeber Historische Gesellschaft Oberhausen, ab 1991[2]

Weblinks

Quellen