Leipzig

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Der Begriff Leipzig ist mehrdeutig. Dieser Artikel beschreibt die übliche Verwendung. Für weitere Verwendungen siehe Leipzig (Begriffsklärung).

Wappen der Stadt Leipzig
Die Innenstadt von Leipzig von Osten aus gesehen mit Wintergartenhochhaus, Ring, Opernhaus, Augustusplatz, Gewandhaus, Universitätscampus, Cityhochhaus, Europahochhaus, Radisson Blu, Kommunale Wasserwerke Leipzig, Hauptpost, Telekom
Alleecenter in Leipzig-Grünau

Leipzig ([ˈlaɪ̯pt͡sɪç]; Mundart Leibz’sch[1]) ist eine kreisfreie Stadt im Freistaat Sachsen in Deutschland. Leipzig ist eines von sechs Oberzentren Sachsens und Mitglied der Metropolregion Mitteldeutschland.[2] Leipzig bildet mit Halle (Saale) den Ballungsraum Leipzig-Halle.

Geschichte

Erstmals erwähnt wurde Leipzig als „urbs libzi“ von Bischof Thietmar von Merseburg (975–1018) im Jahr 1015 in seiner Chronik. "Urbs" kann sowohl "Stadt" als auch "Burg" bedeuten. Zur Stadt wurde Leipzig in den folgenden Jahrhunderten. Im Jahr 1165 wurde die Stadt von Markgraf Otto von Meißen (1125–1190) mit dem so genannten Stadtbrief bestätigt.[3] Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Mustermesse (Leipziger Messe) erfunden.

Im Zweiten Weltkrieg (1939 bis 1945) wurde Leipzig von schwersten alliierten Luftangriffen getroffen; der Wiederaufbau schleppte sich über Jahrzehnte hin. Nach kurzer US-amerikanischer Besetzung fiel Leipzig in den sowjetischen Herrschaftsbereich.[4] Von 1945 bis 1998 gab es in Leipzig einen sogenannten Stadtfunk. Rund 200 Lautsprecheranlagen an öffentlichen Gebäuden, stark frequentierten Plätzen sowie Haltestellen sollten auf Anweisung der Sowjetischen Militäradministration die Bürger mit politischen Mitteilungen versorgen.[5] Von 1949 bis 1990 existierte die Deutsche Demokratische Republik (DDR). Ab dem Ende der 1950er Jahre wurde der Stadtfunk von der Stadtverwaltung Leipzig weitergeführt.[5]

In den 1980er Jahren war die Leipziger Nikolaikirche das Zentrum der friedlichen Revolution gegen den Staat. Ab 1982 beteten hier die Menschen für Frieden und Menschenrechte. Ab Herbst 1988 versammelten sich jeden Montag immer mehr Menschen auf dem Nikolaikirchhof. Es kam zu den sogenannten Montagsdemonstrationen. Am 25. September 1989 fanden sie erstmals den Weg auf den Augustusplatz und auf den Leipziger Promenadenring und wurden Vorbild für die vielen weiteren Orte des Landes. Am 9. Oktober 1989 stellten sich 70.000 Demonstranten in Leipzig den Sicherheitskräften entgegen und riefen "Wir sind das Volk". Damit hatten die Demonstranten in Leipzig entscheidend zum Sturz des DDR-Regimes beigetragen.[5]

Gliederung

Leipzig ist seit 1992 verwaltungsmäßig in zehn Stadtbezirke gegliedert, die 63 Ortsteile enthalten. Als Stadtteile werden Gebiete der Stadt bezeichnet, die durch Eingemeindung vorher selbständiger Orte entstanden sind. Daher sind die Grenzen von Stadtteilen und Ortsteilen nicht immer identisch.

Verwaltungsgrenzen der Stadt Leipzig, Stand 2005


Literatur

  • 1990: Leipzig: Historischer Führer zu Stadt und Land, Lutz Heydick, Freiburg: Urania, ISBN 978-3332003376
  • 2007: Zeit Reise: 1200 Jahre Leben in Leipzig, Herausgeber Andreas Stephainski, 384 Seiten, Leipziger Verlags- u. Druckereigesellschaft, ISBN 978-3980662543
  • 2014: Geschichte der Stadt Leipzig, Otto Künnemann und Martina Güldemann, 176 Seiten, Wartberg, 3. Auflage, ISBN 978-3831322015
  • 2015: Geschichte der Stadt Leipzig: Von den Anfängen bis zur Reformation, Herausgeber Enno Bünz, 1055 Seiten, Leipziger Universitätsverlag, ISBN 978-3865838018
  • 2016: Geschichte der Stadt Leipzig: Von der Reformation bis zum Wiener Kongress, Herausgeber Detlef Döring, 1039 Seiten, Leipziger Universitätsverlag, ISBN 978-3865838025
  • 2017: Geschichte der Stadt Leipzig: Vom Wiener Kongress bis zum Ersten Weltkrieg, Herausgeber Susanne Schötz, 900 Seiten, Leipziger Universitätsverlag, ISBN 978-3865838032

Weblinks

Quellen