Julia Gorr

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Julia Gorr (* 2. August 1982 in Krasnojarsk, Sowjetunion) ist eine russisch/deutsche Theater- und Filmschauspielerin.

Leben

Julia Gorr wurde am 2. August 1982 in Krasnojarsk in Sibirien in einer wolgadeutschen Familie geboren. Im Jahr 1994 zog sie nach Deutschland. Aufgewachsen ist sie an der Nordsee. Die russische und deutsche Sprache und Kultur bezeichnet sie als Teil von ihr. Sie sammelte zehn Jahre Balletterfahrung der russischen Schule.[1] 2002 machte sie ihr Abitur. Von 2004 bis 2009 studierte sie Medienspezifisches Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg. Im Jahr 2009 drehte sie mit der Regisseurin Andreas Kleinert ihren Abschlußfilm "Barriere". Der Film feierte während der Berlinale 2010 Premiere. Ebenfalls 2010 gab sie ihr Fernsehdebüt mit ihrer Rolle im Tatort-Film "Königskinder" unter der Regie von Thorsten Näter.[2] Es folgten Rollen in "Scherbengericht" (2013) unter der Regie von Jan Eilhardt und die zwei Kurzfilme "Die letzte Grenze" (2013) und "Komm und spiel" (2013).

Noch während ihres Studiums übernahm sie drei Hauptrollen am dokumentartheater berlin. Mit dem Ensemle reiste sie zu Theaterfestivals in der ganzen Welt.[3] Nach dem Studium war sie von 2009 bis 2011 festes Ensemblemitglied am Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz in Sachsen. Für die Saison 2009/2010 wurde sie für Rollen wie Maria Stuart, Heidi und Anne Frank mit dem Publikumspreis als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Im September 2011 zog sie nach Berlin.[2] Hier spielte sie bereits im Haus der Kulturen der Welt und am Theater Lieder und Worte.[4] Zugunsten der Opfer von Fukushima in Japan spielte Julia Gorr das Solostück "Chronik der Zukunft" nach dem gleichnamigen Buch von Swetlana Alexijewitsch. Gorr führte dabei auch selbst die Regie.

Filmografie

  • 2010: Tatort - Königskinder (Regie Thorsten Näter) (Filmreihe)
  • 2010: Barriere (Regie Andreas Kleinert)
  • 2013: Scherbengericht (Regie Jan Eilhardt)
  • 2013: Die letzte Grenze (Regie Daniel Butterworth) (Kurzfilm)
  • 2013: Komm und spiel (Regie Daria Belova) (Kurzfilm)
  • 2013-2015: Tiere bis unters Dach (Fernsehserie, 9 Folgen)

Theatrografie

  • 2004: Ost-Arbeiter, Regie Natascha Bondar und Marina Schubarth
  • 2004, 2005, 2006: Jolka-Fest, Regie Natascha Bondar, Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur, Berlin
  • 2005: Tänzerin hinter Stacheldraht, Regie Natascha Bondar und Marina Schubarth, das dokumentartheater berlin
  • 2006: Und der Name des Sterns ist Tschernobyl, Regie Natascha Bondar und Marina Schubarth, das dokumentartheater berlin
  • 2007: Chatroom, Regie Carlos Manuel, Hans Otto Theater, Potsdam
  • 2007: Gesichter des Krieges, Regie Natascha Bondar und Marina Schubarth, das dokumentartheater berlin
  • 2008: Der Sturm, Regie Robert Gallinowski, Hans Otto Theater, Potsdam [5]
  • 2009: Balda, Regie Natascha Bondar, Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur, Berlin
  • 2009: Pension Schöller, Regie Uta Koschel
  • 2009: Der Feuervogel, Regie Klaus-Dieter Roth
  • 2010: Maria Stuart, Regie Torsten Krug
  • 2010: Nonstop Lollipop, Regie Udo Prucha, Eduard-von-Winterstein-Theater, Annaberg-Buchholz
  • 2010: Heidi, Regie Dieter Roth, Naturtheater Greifensteine, Sachsen-Anhalt
  • 2010: Das Tagebuch der Anne Frank, Regie Tamara Korber
  • 2011: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, Regie Thomas Lange
  • 2011: Hamlet, Regie Tamara Korber
  • 2011: Hair, Regie Ingolf Huhn und Tamara Korber
  • 2011: Der Besuch der alten Dame, Regie Dietrich Kunze
  • 2011: Chronik der Zukunft, Regie Julia Gorr
  • 2011: Jedermann, Regie Ingolf Huhn, Eduard-von-Winterstein-Theater, Annaberg-Buchholz
  • 2012: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, Regie Reinhard Schwalbe, Naturtheater Greifensteine, Sachsen-Anhalt
  • 2013: Energy of cosmos is indistructible, Regie Anton Vidokle und Liza Babenko, Haus der Kulturen der Welt, Berlin
  • 2014-2015: Sei lieb zu meiner Frau, Regie Viktoria Alexander, Salon-Theater Taunusstein
  • 2015: Baba Jagas Ränkespiel, Regie Natascha Bondar, Theater Lieder und Worte, Berlin
  • 2015: Frauenmonologe, Regie Natascha Bondar, Theater Lieder und Worte, Berlin[4]

Weblinks

Quellen