Estori ha-Parchi

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Estori ha-Parchi (auch Ishtori Haparchi, Estori Haparchi, Ashtori ha-Parhi) (1280 in Florenzia, Spanien – 1355 in Palästina) war ein jüdischer Kartograf, Arzt, Übersetzer, Reisender und Rabbi. Er war der erste jüdische Erforscher der palästinischen Topografie. Estori ha-Parchi ist das Pseudonym von Isaak Ben Mose.

Leben

Sein Vater Moses schickte ihn zu Studien bei seinem Großvater, Rabbi Nathan, nach Tronquetelle, in der Nähe von Arles, Frankreich. Im Alter von 19 Jahren zog er nach Montpellier, wo er Astronomie bei Jacob ben Makir studierte. Zusätzlich studierte er Latein, Arabisch und die Arbeiten von Aristoteles, Hippokrates von Kos, Claudius Ptolemäus und Galenos. Im Zuge der Vertreibung der Juden aus Frankreich, ging er nach Perpignan im südfranzösischen Département Pyrénées-Orientales. Hier verblieb er für sieben Jahre. Im Jahr 1312 ging er nach Palästina und ließ sich in Bet Sche’an in der Nähe von Jerusalem nieder.[1] Hier verdiente er seinen Lebensunterhalt als Arzt. Später reiste er sieben Jahre durch Palästina.[2]

Sein bekanntestes Werk ist Kaftor wa-feraḥ ("Knauf und Blume") aus dem Jahr 1322 über die palästinische Geschichte, Geografie, Fauna und Flora. Sein Manuskript wurde von R. Baruch von Jerusalem korrigiert, ist aber verschwunden. Zuvor sind jedoch einige Kopien erstellt worden. Eine zweite Ausgabe wurde 1849 in Berlin von Hirsch Edelman veröffentlicht.[1] Er schrieb in den sieben Jahren seiner Reisen weitere sechs Bücher, zwei davon waren Übersetzungen aus anderen Sprachen. Das erste Buch der Medizin "Targum Sefer Refu'ot" war eine Übersetzung des Buches "De Remediis" von Argenaud Blaise, einem französischen Arzt in Montpellier. Das zweite Buch war die Übersetzung "Sefer HaCabusim" aus dem Lateinischen. Autor war Eliahu ben Yehuda. Das vierte Buch "Batei HaNefesh" behandelt hauptsächlich Ethik und Moral. Das fünfte Buch "Shoshanat HaMelech" behandelt die Themen Wissenschaft und Philosophie. Das sechste Buch "Shaar Hashmayim" enthält Regeln jüdischer Gesetze.[3]

Werke (Auszug)

  • Targum Sefer Refu'ot
  • Sefer HaCabusim / Sefer ha-Kabusim
  • Batei HaNefesh / Batte ha-Nefesh
  • Shoshanat HaMelech / Shoshanat ha-Melek
  • Shaar Hashmayim / Sha'ar ha-Shamayim
  • 1322: Kaftor wa-feraḥ / Kaftor u-Feraḥ[4]

Weblinks

Quellen

  1. 1,0 1,1 FARḤI (PARḤI), ESTORI - JewishEncyclopedia.com
  2. Who's who in Jewish History: After the Period of the Old Testament, von Joan Comay, überarbeitet von Lavinia Cohn-Sherbok, Seite 124, ISBN 0-415-26030-2
  3. farhi.org - A History of Rabbi Ishtori HaParhi
  4. Ashtori ha-Parhi (Jewish topographer) | Encyclopedia Britannica