Chronik der Ukraine

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Chronik der Ukraine

Leonid Krawtschuk, 2013
Viktor Yanukovych, 2011
Yulia Tymoshenko, 2009
Arsenij Jazenjuk, 2014

1991

  • August: Das Einkammerparlament "Werchowna Rada" beschließt Unabhängigkeit
  • Dezember: Referendum: 90% stimmen für Unabhängigkeit.
  • Leonid Krawtschuk (* 1934) ist von 1991 bis 1994 der erste Präsident der Ukraine nach der Unabhängigkeit von der UdSSR

1994

  • Ministerpräsident Leonid Kutschma (* 1938) ist von Juli 1994 bis Januar 2005 Präsident der Ukraine.
  • Olympische Spiele von Lillehammer: Viktor Petrenko (* 1969), Eiskunstlaufolympiasieger von 1992 für die GUS, ist erster Fahnenträger, die Eiskunstläuferin Oksana Bajul (* 1977) gewinnt in Lillehammer die erste olympische Goldmedaille für die Ukraine.

1995

  • Die 1991 gegründete rechtsextreme Partei (Allukrainische Vereinigung) „Swoboda“ wird offiziell registriert, das Parteilogo ist bis 2004 eine Wolfsangel. Die Mitglieder sind russenfeindlich und verehren den Nazi-Kollaborateur Stepan Bandera (1909-1959).

1996

  • Juli: Lilija Podkopajewa (* 1978) gewinnt bei Olympia das Bodenturnen und den Mehrkampf.
  • September: Die neue Währung heißt "Hrywnja" (Griwna)

1999

  • 9. Juli: Partei (Allukrainische Vereinigung) „Vaterland“ mit Yulia Tymoshenko (* 1960) wird gegründet.

2000

  • Der georgisch-ukrainische Journalist Heorhij Gongadse (1969-2000) wird ermordet. Ein Leibwächter Kutschmas veröffentlicht daraufhin Aufnahmen, auf denen Kutschma darüber spricht (Tapegate).

2004

  • Juli: Die Schwimmerin Jana Klotschkowa (* 1982) wiederholt ihren Doppelolympiasieg von Sydney über die Lagenstrecken.
  • November: Nachdem der russlandfreundliche Viktor Yanukowitsch zunächst zum Sieger erklärt wird, kommt es zur "Orangenen Revolution"
  • Dezember: Viktor Yushchenko (* 1954) gewinnt die Präsidentschaftswahl, enttäuscht aber in der Folgezeit das in ihn gesetzte Vertrauen (vgl. Wahlergebnis 2010)
  • Oleh Tjahnybok (* 1968) wird Swoboda-Chef

2005

  • Leonid Kutschmas Amtszeit als Präsident endet, eine dritte Amtsperiode ist gesetzlich nicht möglich.
  • Russisch-ukrainischer Gasstreit - Gazprom gegen Naftohas.


2010

  • Februar: Viktor Yanukovych gewinnt die Stichwahl zur Präsidentschaftswahl mit 48,95% gegen Yulia Tymoshenko mit 45,47 %. Yushchenko bekommt im ersten Wahlgang nur 5,45 %.
  • April: Der Politiker und ehemalige Profiboxer Vitali Klitschko (* 1971) wird Vorsitzender der Ukrainischen demokratischen Allianz für Reformen (UDAR)

2011

  • Die ukrainische Politikerin (Allukrainische Vereinigung „Vaterland“) Yulia Tymoshenko wird verhaftet.

2012

  • Yuriy Bilonoh (* 1974), zunächst als Kugelstoßolympiasieger 2004 geehrt, wird nach 8 Jahren wegen Dopings disqualifiziert.[1]
  • Vasyl Lomachenko (* 1988) wird zum zweiten Mal Olympiasieger im Boxen und anschließend Profi.
  • Oktober: UDAR bekommt 13,9 % der Stimmen und ist drittstärkste Parlamentsfraktion.

2013

  • November: "Euromaidan": Proteste beginnen auf dem Maidan-Platz, dem zentralen Platz der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Dreierbündnis der rechtsextremen Swoboda, UDAR und "Vaterland".
  • Dezember: 800.000 Bürger demonstrieren. Russlands Präsident Wladimir Putin (* 1952) kündigt an, 15 Mrd. US-Dollar ukrainischer Anleihen zu kaufen und den Gaspreis um ein Drittel zu senken. Das Rathaus von Kiev wird von Bürgern besetzt.

2014

  • Januar: Gesetze gegen die Demonstrationen
  • 22. Januar: Erste 5 Tote, insbesondere die Einheit Berkut („Steinadler“) wird mit der Gewalt in Verbindung gebracht.
  • 28. Januar: Ministerpräsident Mykola Azarov (* 1947) tritt zurück.
  • Februar: Die US-amerikanische Diplomatin Victoria Nuland (* 1961) wird im Gespräch mit dem Botschafter Geoffrey R. Pyatt (* 1963) abgehört, in dem sie die EU beschimpft.
  • 20. Februar: 88 Tote.
  • 22. Februar: Yanukowitsch taucht ab
  • 23.-26. Februar: Parlament nominiert Oleksandr Turchynov (* 1964) als Interimspräsidenten
  • 27. Februar: Arsenij Jazenjuk (* 1974) wird Ministerpräsident der Ukraine
  • 27.-28. Februar: Pro-Russen besetzen Simferopol, die Hauptstadt der Autonomen Republik Krim
  • März: Russland annektiert die Krim
  • 24. März: Paramilitär Olexandr Musytschko, Gruppe UNA-UNSO wird in Riwne bei einer Polizeiaktion erschossen
  • April: Unruhen im Osten, insbesondere in Slovjansk, das bis Juli von prorussischen Milizen gehalten wird und Kramatorsk. Luhansk und Donezk bleiben besetzt.
  • Mai: 39 Menschen sterben bei Brand in Odessa, als Nationalisten ein mit Prorussen besetztes Gebäude anzünden.
  • Mai: Petro Poroshenko (* 1965), ein mit Süßwaren zum Milliardär gewordener Unternehmer, gewinnt die Präsidentschaftswahl im ersten Wahlgang mit 54,7%. Timoshenko erhält 12,8%, der rechtsextreme Oleh Ljaschko bekommt 8,3%.[2]
  • 17.Juli: Malaysia-Airlines-Flug 17 wird von prorussischen milizen abgeschossen, es gibt über 300 Tote.
  • September: Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk tritt bei Vaterland aus und gründet "Volksfront"
  • Oktober: Bei den Parlamentswahlen (Werkowna Rada) wird der Poroshenko-Block mit Vitali Klitschko nur knapp stärkste Partei, Jazeniuks Volksfront kommt kurz dahinter mit deutlich mehr Stimmen als prognostiziert, Tymoschenkos "Vaterland"spartei ist mit nur gut 5% der große Verlierer. Die rechte "Svoboda" kommt auf gut 10%.

Weblinks

Quellen