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Rick Dickinson

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Gesprächsrunde mit Rick Dickinson (rechts) und Chris Smith, 2012

Rick Dickinson (11. August 1955 in Calverley, West Yorkshire, England – 24. April 2018 in Texas, Vereinigte Staaten) war ein britischer Industriedesigner.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Rick Dickinson wurde am 11. August 1955 in Calverley in West Yorkshire in England als Sohn von John Dickinson und Ursula[1] sowie Enkel von Brow Dickinson geboren. 1979 schloss er die Newcastle Polytechnic mit First-Class Bachelor of Arts Honours in Industriedesign ab. Bereits während der Studienzeit arbeitete Dickinson für Clive Sinclair (* 1940).[2]

Die ersten Produkte, die Dickinson designte, waren eine Kettensäge und eine Bohrmaschine als Abschlussarbeiten an der Newcastle Polytechnic. 1979 wurde er als Designer von Clive Sinclair für sein Unternehmen Science of Cambridge angestellt, das später zu Sinclair Research umfirmierte. Hier vollendete Dickinson das Design des Sinclair ZX80 Computers. Sein erstes von ihm allein entworfenes Computerdesign war der in sechs Monaten entwickelte Sinclair ZX81.[3] Für sein Design des Sinclair ZX81 wurde er 1981 mit dem British Design Council Award ausgezeichnet.[4] Der ZX81 wurde auch mit einem Haus Industrie Form Award ausgezeichnet und ist Teil einer permanenten Sammlung der Folkwang Universität der Künste[5] in Essen.[2] Für das Design des Nachfolgers Sinclair ZX Spectrum erhielt Dickinson ebenfalls eine Reihe von Auszeichnungen.[3] Dickinson gestaltete auch den Sinclair QL, den Cambridge Z88, den Sinclair-Fernseher FTV1/TV80, die Sinclair ZX Spectrum Vega Handheld-Konsolen und arbeitete auch am ZX Spectrum Next mit. Der Sinclair QL wurde mit dem italienischen Smau Industrial Design Award ausgezeichnet.[2]

Im Jahr 1986 gründete Rick Dickinson das Unternehmen Dickinson Associates, ein Beratungsunternehmen für Industriedesign mit Sitz in Cambridge. Im selben Jahr erstellte Dickinson das Industriedesign für das Notebook Cambridge Z88 von Cambridge Computer, einem Unternehmen, das Clive Sinclair gründete, nachdem er das Computergeschäft von Sinclair Research 1986 an den britischen Konkurrenten Amstrad von Alan Sugar verkauft hatte. Im Jahr 1987 wurde Dickinson von Alan Sugar beauftragt, das Industriedesign für Amstrads ersten tragbaren Computer zu erstellen. Dickinson entwarf auch das Industriedesign des ersten Breitband-Telefons von AT&T. Dickinson Associates entwarf auch das Design für das erste GSM-Mobiltelefon von Rockwell und für die Gizmondo Handheld-Konsole (ursprünglich Gametrac) des britischen Unternehmens Tiger Telematics.[2] Neben Computern kümmerte sich Dickinson mit Dickinson Associates auch um das Design von Telefonen, Kindersitzen und vor allem aber um medizinische Apparaturen.[3] Im Jahr 1989 überarbeiteten Dickinson, Christopher Curry (Acorn Computers) und Keith Dunning das bekannte Macarthur-Mikroskop zum Lensman-Mikroskop. 1991 wurde es mit dem BBC Design Award, dem The Prince of Wales award for Industrial innovation and Production und dem Archimedes award for Engineering Excellence ausgezeichnet.[2] Mit dem Miniaturmikroskop zur Diagnose von Malaria und Tuberkulose in Entwicklungsländern gewann Dickinson auch eine Grand Challenge der Bill & Melinda Gates Foundation.[3]

Im Jahr 2015 wurde bei Dickinson Krebs diagnostiziert. 2016 wurde er erfolgreich dagegen behandelt, doch 2017 erkrankte er erneut an Krebs. Zur Behandlung ging er nach Texas in die Vereinigten Staaten, wo er ab 24. April 2018 verstarb. Er war mit Lizzy Dickinson verheiratet und hatte zwei Töchter (Grace und Daisy).[1]

Bilder

Weblinks

Quellen