Kubernetes

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Kubernetes
Logo
Maintainer Cloud Native Computing Foundation
Hersteller Google
Programmiersprache Go
Kategorie Container-Orchestrierung
Lizenz Apache License 2.0
Deutsch nein
Website https://kubernetes.io/
Architekturdiagramm von Kubernetes

Kubernetes (kurz K8s) ist ein Open-Source-System um Container wie Docker oder CoreOS (rkt) automatisch zu verteilen, zu skalieren und zu verwalten. Das System wurde ursprünglich von Google entwickelt und wird von der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) der Linux Foundation verwaltet. Weitere Partner sind unter anderem AT&T, Box, Cisco, Cloud Foundry Foundation, CoreOS, Cycle Computing, Docker, eBay, Goldman Sachs, Huawei, IBM, Intel, Joyent, Kismatic, Mesosphere, Red Hat, Switch SUPERNAP, Twitter, Univa, VMware und Weaveworks.[1]

Der Quellcode von Kubernetes steht auf GitHub zur Verfügung.[2] Kubernetes ist größtenteils in Googles Programmiersprache Go implementiert und steht unter der Apache License 2.0.[3] Der Name Kubernetes stammt aus dem Griechischen und bedeutet etwa Steuermann oder Pilot.[4]

Geschichte

Kubernetes wurde von Google im Jahr 2014 gestartet und basiert auf Googles 15-jähriger Erfahrung mit ihrer Lösung namens Borg.[4] Eric Brewer von Google stellte Kubernetes im Juni 2014 auf einer Konferenz in San Francisco vor.[5] Am 6. April 2015 kündigte CoreOS Inc. Tectonic an.[6] CoreOS Inc. stellte mit Tectonic ein Werkzeug zur Verwaltung von Container-Flotten vor. Kubernetes übernimmt dabei die Orchestrierung. Google stellte über seine eigene Risikokapital-Gesellschaft Goolgle Ventures für Tectonic 12 Millionen US-Dollar bereit, weitere acht Millionen steuern andere Investoren bei.[7] Am 21. Juli 2015 wurde Kubernetes 1.0 veröffentlicht.[1]

Der britische Linux-Distributor Canonical stellte am 27. September 2016 eine kommerziell unterstützte Distribution mit Kubernetes vor.[8] Am 14. Dezember 2016 wurde Kubernetes in der Version 1.5 veröffentlicht.[9] StatefulSet (früher PetSet) und PodDisruptionBudget erreichten mit Version 1.5 den Betastatus. Funktionalitäten wie die Unterstützung von Windows Server 2016-Nodes mit Windows Server Containers wurden als Alpha veröffentlicht.[10] Am 28. März 2017 wurde Kubernetes in der Version 1.6 veröffentlicht. Ab Version 1.6 unterstützt Kubernetes dank etcd v3 von CoreOS Cluster mit bis zu 5.000 Knoten und etwa 150.000 Pods. Mit Federeration können mehrere Cluster über einen API-Endpunkt angesprochen werden. Die Cluster können sich auf mehrere Rechenzentren verteilen. Die rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) und das Kommandozeilenwerkzeug kubefed wurden als Beta veröffentlicht. StorageClass und die dynamische Volume-Provisionierung sind mit Version 1.6 als stabil gekennzeichnet. Die Version 1.6 installiert standardmäßig StorageClass-Objekte für AWS, Azure, GCP, OpenStack und VMware vSphere. Weiterhin werden ScaleIO (Plugin), Portworx (Plugin) und NFSv3, NFSv4 sowie GlusterFS (mit den COS Node Image) unterstützt.[3] In Kubernetes Version 1.7 vom 29. Juni 2017 sind unter anderem erweiterte Security-Features und Stateful Workloads hinzugekommen. Gespeicherte Daten können nun verschlüsselt werden (Data at Rest), die Implementierung hat allerdings noch Alpha-Status.[11][12] Im Oktober 2017 wurde auf der DockerCon EU 2017 in Kopenhagen bekannt gegeben, dass die Containerplattform Docker in Zukunft die Orchestrierungsplattform Kubernetes unterstützen wird. Die eigene Orchestrierungsvariante Docker Swarm wird damit nicht von Docker aufgegeben. Beide Orchestrierungswerkzeuge sollen zusammenarbeiten können.[13] Ebenfalls im Oktober 2017 veröffentlichte Red Hat mit CRI-O eine "schlanke" Laufzeitumgebung für Kubernetes.[14]

Anfang 2018 veröffentlichte die 2005 gegründete Puppet Labs, Inc. für deren Administrationsprogramm Puppet zwei neue Module, die es ermöglichen, Kubernetes-Cluster einfacher und schneller aufzusetzen. Die Module laufen ab Puppet 4.2.1 und ab Puppet Enterprise 2015.2.[15][16] Bereits Ende 2015 veröffentlichte Puppet ein Modul zur Verwaltung von Kubernetes.[17] Anfang 2018 übernahm Red Hat den Container-Spezialisten CoreOS für einen Preis von 250 Millionen US-Dollar.[14]

Weblinks

Quellen

  1. 1,0 1,1 As Kubernetes Hits 1.0, Google Donates Technology To Newly Formed Cloud Native Computing Foundation | TechCrunch, Jul 21, 2015
  2. GitHub - kubernetes/kubernetes: Production-Grade Container Scheduling and Management
  3. 3,0 3,1 Kubernetes 1.6 veröffentlicht - Pro-Linux, 30. März 2017
  4. 4,0 4,1 What is Kubernetes? - Kubernetes
  5. Google Open Sources Its Secret Weapon in Cloud Computing | WIRED, 06.10.14
  6. Announcing Tectonic: The Commercial Kubernetes Platform, April 6, 2015
  7. CoreOS und Kubernetes verbinden sich zu Tectonic - Pro-Linux, 7. April 2015
  8. Canonical expands enterprise container portfolio | Ubuntu Insights, 27 September 2016
  9. Kubernetes 1.5: Supporting Production Workloads | Linux.com | The source for Linux information, December 14, 2016
  10. Kubernetes 1.5 kommt besser mit zustandsbehafteten Containern zurecht - Pro-Linux, 15. Dezember 2016
  11. Kubernetes: Kubernetes 1.7: Security Hardening, Stateful Application Updates and Extensibility, June 29, 2017
  12. Container: Kubernetes 1.7 bringt einige Security-Erweiterungen | heise Developer, 30.06.2017
  13. Container: Docker unterstützt Kubernetes | heise Developer, 17.10.2017
  14. 14,0 14,1 Containerisierung: Red Hat kauft CoreOS | heise Developer, 31.01.2018
  15. New supported Puppet modules make Kubernetes deployments easier | Puppet, 11 January 2018
  16. Kubernetes: Puppet beschleunigt Cluster-Einrichtung | iX, 14.01.2018
  17. Managing Kubernetes Configuration with Puppet | Puppet, 16 December 2015