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Freikirche Deutschland

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Die Freikirche Deutschland ist der Verbund aller deutschsprachigen Hauskirchen und Bibelkreise unter dem Dach der Christian Universal Life Church, verwaltet durch das “German Department” des Global Missionary Centers in Boston (Vereinigte Staaten). Die Freikirche Deutschland ist liberaler und theologisch flexibler als ihre moderat konservative Mutterkirche.[1]

Glaube

Als neo-apostolische, urchristliche Kirche lehrt die Freikirche Deutschland einen aus der christlichen Trinität abgeleiteten Panentheismus. Sie ist stark neutestamentarisch orientiert. Die Welt wird nicht materialistisch betrachtet, zentral ist stattdessen Gott als Antreiber und Ziel einer spirituellen Dynamik innerhalb einer sich noch entwickelnden Schöpfung, wodurch alles das existiert als Teil Gottes angesehen wird.[2] Die Anhänger der Kirche glauben an eine Welt, in der Gott omnipräsent und dadurch alles Gott ist, wobei Gott jedoch mehr ist als die Schöpfung und die Summe seiner Teile. Ferner wird geglaubt, dass Gott der “Vater” in Person von Jesus Christus, dem Messias, in diese Dimension inkarniert ist, um den Menschen zu zeigen, wie man idealerweise leben und handeln sollte.[3]

Doktrin

Laut Selbstdefinition gilt:

  • Unser Gott: Ist der Schöpfer, der in allem ist, aber auch über seine Schöpfung hinausgeht.
  • Unser Messias: Wir glauben, dass jener Teil Gottes, der sonst außerhalb der Schöpfung ist, als Mensch durch Jesus in die Welt inkarniert ist.
  • Unser Glaube: Zu tun, was gut und richtig ist.
  • Unser Ziel: Ein erfüllteres Leben für jeden.
  • Unser Anliegen: Ewigwährende Weiterentwicklung.
  • Maxime: Zu Leben und leben zu helfen.
  • Der Weg zum Glauben: Jeder hat die Pflicht, die Glaubensinhalte Dritter nicht in Frage zu stellen. Wer verstehen will, muss in sich gehen, denn nur dort findet er seine Antwort.

Beziehung zu Politik und Wissenschaft

Die Freikirche Deutschland steht für eine strikte Trennung von Religion, Staat und Naturwissenschaft und begrüßt Fortschritte in der weltlichen Forschung, ohne dazu Stellung zu beziehen.

Mitgliedschaft

Jeder getaufte Christ (gleich ob Kindes- oder Erwachsenentaufe) kann Mitglied werden, Ungetaufte können sich als Gastmitglieder bewerben. Da die Freikirche Deutschland eine auf Hauskirchen und Bibelkreisen fußende Kirche ist, sind die Mitglieder aufgerufen, selbstinitiativ Gottesdienste, Gebetsrunden etc. abzuhalten. Die Schriften dafür werden zentral vom Global Missonary Center in Boston (USA) bereitgestellt, um eine einheitliche Lehre zu gewährleisten. Ein Austritt ist jederzeit formlos möglich.

Kirchensteuerfreiheit

Für die Mitgliedschaft in der Freikirche Deutschland werden keine wie auch immer gearteten Abgaben fällig, ebensowenig werden Spenden angenommen. Die Freikirche Deutschland existiert alleine durch das Engagement ihrer Mitglieder und nicht auf der Grundlage monetär relevanter Aktivitäten.

Kirchenbuch

Getaufte Mitglieder der Freikirche Deutschland können bei Geburten, Taufen, Hochzeiten oder Todesfällen einen Eintrag in das Kirchenbuch vornehmen lassen, welches beim Global Missionary Center seinen Platz hat.

Online-Dienste

Die Freikirche Deutschland bietet ihren Mitgliedern die Nutzung der weit gefächerten Social Media Kirchen Services der amerikanischen Mutterkirche[4] (> 1,5 Mio. Follower) nicht mehr an, da die diese aufgrund der Datenschutzverordnung der EU (DSGVO, 2018) die wichtigsten Social Media Dienste für Bewohner der EU abgeschaltet bzw. den Zugang aus der EU heraus gesperrt hat, da die DSGVO intern als unzumutbar bewertet wurde. Als kleine Kompensation wird seit Mai 2018 Deutschsprachlern ein digitales Angebot auf der Plattform SoundCloud angeboten.[5]

Geistlichkeit

Leiter des “German Department” im Global Missionary Center und damit der Koordinator der Freikirche Deutschland ist der deutsche (postgraduierte) Theologiestudent Sven Hoffmann unter Aufsicht der “Leiterin Europa” innerhalb der Weltkirche, Archbishop Jemima. Alle Geistlichen sind ehrenamtlich tätig und arbeiten auch in Berufen außerhalb der Kirche.

Voraussetzungen

Im diametralen Gegensatz zur ähnlich klingenden Kirchen ernennt die Freikirche Deutschland nur solche Menschen zu Pastoren, die entweder christliche Theologie oder ein artverwandtes Fach an einer Universität mit Abschluss studiert haben, oder aber an externen evangelikalen Seminaren in Nordamerika mindestens 2 Jahre lang ausgebildet wurden. Fernweihen oder Internetordinationen lehnt die Freikirche Deutschland kategorisch ab. Ordinationen anderer Kirchen, insbesondere jener der "ULC", erkennen die Christian Universal Life Church sowie die Freikirche Deutschland nicht an.

Titel und sonstiger Unsinn

Die Freikirche Deutschland verleiht, ebenso wie ihre Mutterkirche (Christian Universal Life Church) keine Titel gegen Geld. Auch Urkunden und dergleichen werden nicht feilgeboten. Die Freikirche Deutschland nimmt überdies ohne jede Ausnahme keine Gelder, Zuwendungen oder Spenden an. Monetäres gilt der Freikirche Deutschland als unchristlich, nach dem Vorbild Jesu, der die Händler aus dem Tempel vertrieben hat.

Weblinks

Quellen