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Wickelfisch

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Wickelfisch, ausgebreitet und unbefüllt
Wickelfisch, befüllt und verschlossen
Basler Rheinschwimmer mit Wickelfischen

Ein Wickelfisch ist ein Badesack, der zum Beispiel von Flussschwimmern beim Schwimmen verwendet wird, um darin seine Habseligkeiten vor dem Wasser zu schützen.

Der wasserdichte Badesack mit einem Klettverschluss wurde von Tilo Ahmels nach seinem Umzug 1996 von Leipzig nach Basel erfunden. Das öffentliche Schwimmen im Rhein hat in Basel schon Tradition und lockt tausende Menschen in den Fluss.[1] Um seine Habseligkeiten im Wasser dabei gut zu schützen, erfand der ehemalige Gymnasiallehrer für Deutsch und Geschichte den Wickelfisch und fand dafür viele Interessenten. Der Fisch steht als Symbol für die Sauberkeit im Fluss, in der ehemaligen DDR kannte Ahmels Flüsse vor allem als Abwasserkanäle der Industrie.[2] Das erste Modell war aus sperrigem Kunststoff und nur in Orange erhältlich.[3] Im Jahr 2002 gab es das erste Modell des Wickelfischs zu kaufen. Die erste Auflage produzierte er mit dem Versorgungsunternehmen IWB (Industrielle Werke Basel). 2003 gelang beim Rekordhitzesommer der Durchbruch. Ahmels entwickelte den Wickelfisch weiter und stellte das Material auf reissfestes Ripstop-Nylon um, welches auch bei Fallschirmem Verwendung findet. Der Wickelfisch ist in mehreren Grössen, Farben und Mustern erhältlich.[3] Die Wickelfische werden unter anderem auch über die Schweizer Warenhauskette Manor und Thalia verkauft.[2] Der Wickelfisch wurde auch schon als Werbeträger von Unternehmen wie Globetrotter, Securitas, Basel Tourismus oder Mitte verwendet.[4] Im Jahr 2017 wurde die Wickelfisch AG mit Sitz in Ettingen, im Kanton Basel-Landschaft gegründet.[5]

Tilo Ahmels entwickelte unter anderem auch Strandkabinen, um sich zum Baden umzuziehen. Mit der cabine de plage gibt es inzwischen ein ein französisches Pendant. Für Fahrräder hat Ahmels die Satteltiere erfunden, welche Überzüge für Fahrradsättel in Form von Tierköpfen sind. Ahmels schreibt auch Hörbücher und die Krimi-Reihe "Mord an Bord".[2]

Weblinks

Quellen