Frodo (Emulator)

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Heimcomputer Commodore 64
Frodo 4.1 Windows mit Commodore 64 Basic X2
Frodo 4.1 Windows mit Public-Domain-Spiel "1k-Mini-BDash"
Frodo 4.1 Windows Preferences
Frodo 4.1 Windows Preferences WIN32

Frodo ist ein Open-Source-Freeware-Emulator des 8-Bit-Heimcomputers Commodore 64 (C64) für diverse Betriebssysteme wie AmigaOS, BeOS, Mac OS, Unix und Microsoft Windows. Der Emulator wird von Christian Bauer programmiert.

Details

Frodo besitzt eine präzise Emulation des 6510/VIC. Für das Diskettenlaufwerk 1541 gibt es zwei Modi. Die Prozessor-Level-Emulation kommt mit rund 95% aller Fastloader zurecht. Der andere Modus ist schneller und unterstützt bis zu vier Laufwerke mit den Dateiformaten .d64/x64 Diskimages und .t64/Lynx Archiven.[1] Seit Version 4.0 sind die benötigten ROMs des Commodore 64 beim Emulator direkt dabei.

Die Versionsverwaltung erfolgt per CVS (Concurrent Versions System). Frodo ist line-based und hat mit SAM (Simple Assembler and Monitor) einen eingebauten Maschinensprache-Monitor.

Frodo wurde auf die Handheld-Konsolen PlayStation Portable (PSP) von Sony und GP32 von Game Park portiert. Weitere Ports existieren für Android, Palm OS, Sega Dreamcast, MorphOS, Nintendo Wii, Maemo, Symbian OS, Microsoft Windows Mobile, HP-UX und RISC OS. Für Mobiltelefone mit J2ME wurde Frodo durch Nutzung der Programmumgebung Cibyl portiert. Mit FrodoDS existiert auch ein Port auf das Nintendo DS. Für die Microsoft Xbox ist ein Emulator unter dem Namen Frodo-X verfügbar. Ebenso ist ein Port von noxxxxo für das Microsoft Windows RT Tablet-Betriebssystem im Store verfügbar.

Für Apple iOS wurde von aussie bloke 2008 die Entwicklung eines Ports (iFrodo) bekannt gegeben. Die letzte Neuigkeit dazu wurde am 20. Juni 2009 gepostet (Stand 15. Juni 2014).[2] Von Manomio gab es für wenige Tage eine Version im Store, wurde aber entfernt da bekannt wurde, dass das Original BASIC aktiviert werden konnte.[3]

Der griechische Physiker Mathfigure hat Frodo für seinen Debugger ICU64 angepasst und Frodo Redpill genannt.[4]

Features

  • CPU: 6510-Emulation: Alle undokumentierten Opcodes, 100% korrekter Dezimalmodus, instruction-/cycle-exakte Emulation
  • Video: VIC-II-Emulation: Line-/cycle-basierte Emulation, alle Anzeigemodi, Sprites mit Kollisionen/Prioritäten, DMA-Cycles, open borders, alle $d011-/$d016-Effekte
  • Ton: SID-Emulation: Digitale Real-Time-Emulation (16 Bit, 44.1 kHz), inklusive Filter
  • Diskettenlaufwerk: 1541-Emulation: Laufwerkssimulation in Verzeichnissen, Unterstützung von .d64-/x64- und .t64-/Lynx-Dateien oder Prozessorlevel-1541-Emulation
  • Peripheriegeräte: Joystick, Tastatur, SAM

Hardware

Emulierte Commodore-Hardware:

Geschichte

Die Version 1.x wurde in Assembler für Motorola-68K-Prozessoren programmiert. Version 2.x war ein Mix aus Assembler und C. Seit Version 3.x ist Frodo in C++ programmiert. Die Versionen 1.x und 2.x waren nur für AmigaOS auf Motorola 68K verfügbar. Die erste Version benötigte AmigaOS 2.1, mindestens eine 68020-CPU und die C64-ROMs. Die Version unterstützte bereits Picasso und das Enhanced Graphics System (EGS).[5] Lt. Archiv ist die Version vom 25. Januar 1995.[6] Seit Version 3.0 ist Frodo für BeOS und Unix verfügbar.[7] Seit Version 3.0b wird die RAM Expansion Unit (REU) emuliert. Version 3.1 erschien am 9. Oktober 1996.[8] Seit Version 4.0 sind die C64 ROMs (1541, Basic, Char, Kernal) beim Emulator direkt dabei. Bis Version 4.x ist der Emulator line-based. Für die geplante Version 5 ist ein kompletter rewrite geplant. Der Emulator wird event-based sein und Simple DirectMedia Layer (SDL) für Grafik, Ton und Eingabe nutzen.

Weblinks

Ports

Quellen