Istanbul

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Wappen von Istanbul
Kollage von Istanbul: Blick auf den Meeresarm Goldenes Horn, Hagia Sophia, Leanderturm, Ortaköy-Moschee, Museumsstraßenbahn, Skyline von Istanbul
Stadtbezirke von Istanbul

Istanbul (türkisch İstanbul) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Istanbul im Nordwesten der Türkei. Istanbul ist die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei und deren Zentrum für Kultur, Handel, Finanzen und Medien. Die Stadt liegt am Nordufer des Marmarameeres auf beiden Seiten des Bosporus. Damit liegt sie sowohl im europäischen Thrakien als auch im asiatischen Anatolien. Aufgrund ihrer weltweit einzigartigen Transitlage zwischen zwei Kontinenten und zwei Meeresgebieten (Schwarzes Meer, Mittelmeer), verzeichnet Istanbul einen bedeutenden Schiffsverkehr und verfügt über zwei große Flughäfen sowie zwei zentrale Kopf- und zahlreiche Fernbusbahnhöfe. 2013 wurde die erste Teilstrecke Marmaray eröffnet, die in einem Tunnel unter dem Bosporus verläuft.[1]

Geschichte

Um 660 v. Chr. kamen Siedler aus Megara mit ihrem Führer Byzas aus Griechenland und gründeten die erste große zentrale Siedlung. Ihre Niederlassung benannten sie Byzantion nach ihrem Führer. Unter dem römischen Kaiser Konstantin der Große wurde die Stadt im 4. Jahrhundert nach Konstantinopel umbenannt. Konstantin weihte die Stadt am 11. Mai 330 n. Chr. feierlich ein und gab sie der Welt als die neue Hauptstadt des Römischen Reiches bekannt. 1453 drang Fatih Sultan Mehmet (1432–1481) zusammen mit den Janitscharen an seiner Seite in die Stadt ein. Er sah sich als Erbe von Byzanz an. Durch ihn bekam die Stadt ihren jetzigen Namen Istanbul, abgeleitet aus dem Griechischen „is tin polin“. Istanbul wurde zur Residenz und Hauptstadt des Osmanischen Reiches. 1459 wurde Istanbul in vier Verwaltungseinheiten gegliedert. Im Jahre 1457 stieg die Einwanderungsrate in Istanbul rasant und 50 Jahre nach der Eroberung wurde sie zur größten Stadt Europas und zum Schmelztiegel von Orient und Okzident. Im 16. Jahrhundert erlitt die Stadt bei einem 45 Tage andauernden Erdbeben große Schäden. Durch Sultan Bayezid II. (1447–1512) wurde die Stadt im Jahre 1510 neu gegründet. 1517 eroberten die Osmanen Ägypten und das Kalifat wurde nach Istanbul gebracht. Die Stadt wurde so zum Mittelpunkt der gesamten islamischen Welt. 1922 ging das Osmanische Reich nach über 6 Jahrhunderten unter. 1923 wurde die Republik Türkei gegründet.[2] Am 28. März 1930 wurde auch international aus Konstantinopel der Name Instanbul.[3]

Stadtgliederung

Istanbul ist in 39 Stadtbezirke aufgeteilt.[4] 25 Bezirke liegen im europäischen Teil und 14 auf der asiatischen Seite.

→ Hauptartikel: Liste der Stadtteile von Istanbul

Literatur

  • 2009: Konstantinopel: Istanbuls historisches Erbe, Stéphane Yerasimos, 400 Seiten, h.f.ullmann publishing, ISBN 978-3833155857
  • 2010: Geschichte Istanbuls: Von der Antike bis zur Gegenwart, Klaus Kreiser, 128 Seiten, C.H.Beck, ISBN 978-3406587818
  • 2012: Kleine Geschichte Istanbuls, Brigitte Moser und Michael W. Weithmann, 184 Seiten, Pustet, 2. aktualisierte Auflage, ISBN 978-3791722481
  • 2013: Istanbul: Ein historischer Stadtführer, Klaus Kreiser, 336 Seiten, C.H.Beck, ISBN 978-3406645181
  • 2017: Das Istanbul Buch: Highlights einer faszinierenden Stadt, Herausgeber KUNTH Verlag GmbH & Co. KG, 256 Seiten, Kunth Verlag, ISBN 978-3955042424
  • 2018: Istanbul: Die Biographie einer Weltstadt, Bettany Hughes, 940 Seiten, Klett-Cotta, ISBN 978-3608962864

Weblinks

Quellen