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Jailhouse (Hypervisor)

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Jailhouse ist ein Hypervisor für Linux von Siemens. Jailhouse unterstützt ARMv7-, ARMv8- und x86-64-Prozessoren. Der Hypervisor ist auf Virtualisierungsfunktionen im Hauptprozessor angewiesen und arbeitet autark, bootet aber mit Hilfe von Linux. Der Hypervisor hievt bei seiner Initialisierung das Linux in die "root cell" hievt. Dadurch verliert das Linux dann die Kontrolle über Hardware-Ressourcen, welche den VMs zugeteilt werden.[1]

Funktion & Lizenz

Jailhouse partitioniert Multicore-Systeme so, dass das Linux-System und Echtzeit-Anwendungen in isolierten Zellen laufen. Jailhouse übernimmt dazu die volle Kontrolle über die Hardware und wird aus dem laufenden Linux-System heraus gestartet, die Hardwarekonfiguration übernimmt der Kernel.[2] Der Code steht unter den Bedingungen der GNU General Public License Version 2 (GNU GPLv2).[3]

Geschichte

Der Hypervisor Jailhouse wurde am 19. November 2013 von Jan Kiszka auf der Linux Kernel Mailing List der breiteren Öffentlichkeit bekanntgegeben.[4] Die Ende August 2014 veröffentlichte Version 0.1 unterstützt ausschließlich x86-Systeme mit 64 Bit und Hardware-Virtualisierung.[5] Mit der im Mai 2015 veröffentlichten Version 0.5 läuft Jailhouse auch auf ARMv7-Systemen. Unterstützte ARM-Boards sind Banana Pi, NVIDIA Jetson TK1 und Versatile Express.[6] Am 28. Dezember 2017 wurde Jailhouse 0.8 veröffentlicht. Damit werden nun auch Marvell ESPRESSOBin, emtrion emCON-RZ/G1E und emCON-RZ/G1M sowie die QEMU ARM64 Virtual Machine unterstützt.[7] Mit dem Linux Kernel 4.16 vom 1. April 2018 erfolgte die anfängliche Unterstützung von Jailhouse im Linux-Kernel bei x86-64. Damit kann Linux in einer Nicht-Root-Zelle unter Jailhouse laufen.[8]

Weblinks

Quellen