Blankeneser Bahnhofstraße

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Blankeneser Bahnhofstraße am Gebäude des umgebauten Post- und Fernmeldeamts, 2010.

Die Blankeneser Bahnhofstraße ist die zentrale Einkaufsstraße in Hamburg-Blankenese.

Lage

Die zum Teil zweistreifige, zum Teil noch schmalere Blankeneser Bahnhofstraße führt durch das heutige Zentrum Blankeneses von der Kreuzung Erik-Blumenfeld-Platz/Sülldorfer Kirchenweg/Blankeneser Landstraße nach Süden in Richtung Elbufer. Am Blankeneser Marktplatz vorbeiführend und mehrere Straßen kreuzend, darunter Godeffroystraße, Mühlenberger Weg sowie Oesterleystraße/Auguste-Baur-Straße, führt sie am oberen Ende des Treppenviertels auf die Elbchaussee/Blankeneser Hauptstraße und endet dort. Ein kleiner Abzweig der Blankeneser Bahnhofstraße führt von der Kreuzung Oesterleystraße/Auguste-Baur-Straße zum Hessepark. Ab dieser Kreuzung ist die Bahnhofstraße zudem eine nur von Süden befahrbare Einbahnstraße.

Geschichte und Bauwerke

Die Blankeneser Bahnhofstraße ist 1930 offiziell so benannt worden.[1] Vorher wurde sie - etwa 1910 - nur als Bahnhof-Straße bezeichnet. Zu dieser Zeit führte sie direkt am Bahnhof Blankenese, nach dem sie benannt ist, vorbei nördlich um den heutigen Erik-Blumenfeld-Platz herum. Auch die heutige Dockenhudener Straße hieß damals noch Bahnhof-Straße. Die Bebauung an der Straße stammt zum Teil bereits aus dem 19. Jahrhundert, vor allem im südlichen Abschnitt. So stehen an der Blankeneser Bahnhofstraße 6-10 drei Wohnhäuser mit Werkstatt von vor 1872 unter Denkmalschutz. 1895/96 wurde die Blankeneser Kirche am Marktplatz samt Pfarrhaus errichtet, sie ist an der Einmündung des Mühlenberger Wegs gelegen. Damals war die Bebauung noch locker, der Marktplatz noch nicht gepflastert, er wurde erst in den folgenden Jahren befestigt. Um 1905 gab es an der Blankeneser Bahnhofstraße gegenüber des Markts die Gaststätte Zur Friedens-Eiche, die von F. H. Glashoff betrieben wurde. Die Bebauung wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts dichter. Am nördlichen Ende der Blankeneser Bahnhofstraße ist mit der Hausnummer 35 das ehemalige Blankeneser Konservatorium denkmalgeschützt. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1908, 1977, nach dem Umzug des Konservatoriums nach Sülldorf, wurde es neu genutzt.[2][3] Heute befindet sich hier ein Notariat.

An der Ecke Blankeneser Bahnhofstraße/Mühlenberger Weg befindet sich das ebenfalls geschützte Denkmal zur Erinnerung an die Erhebung Schleswig-Holsteins und zum Andenken an die aus der Gemeinde Blankenese im Krieg 1848/49 Gefallenen aus dem Jahr 1898/99. An der Ecke Oesterleystraße ist das unter Schutz stehende Kriegerdenkmal 1870/71 zu finden.[2][3] An der Blankeneser Bahnhofstraße 4, Ecke Am Kiekeberg ist das Blankeneser Kino ansässig, eines der wenigen verbliebenen Hamburger Stadtteilkinos. An der Ecke Auguste-Baur-Straße liegt das Gebäude des ehemaligen Post- und Fernmeldeamts Blankenese. Nach einem Umbau wird es nur noch zum Teil von der Deutschen Post/Postbank genutzt. Eine andere Bankfiliale sowie weitere Geschäfte sind in das Gebäude eingezogen. Auch die übrige Blankeneser Bahnhofstraße wird von Geschäften, Arztpraxen, Bankfilialen, Gastronomie- und weiteren Dienstleistungsbetrieben geprägt.

Verkehr

In der Blankeneser Bahnhofstraße verkehrt die Schnellbuslinie 48, die wegen der eingesetzten kleineren Busse, die auch durch die steilen Gassen des Treppenviertels fahren, so genannte "Bergziege".

Quellen

  1. Horst Beckershaus: Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten, 5. Aufl., Hamburg 2002, S.53f.
  2. 2,0 2,1 Seite Denkmalliste Hamburg Open Data Portal Hamburg.
  3. 3,0 3,1 Denkmalliste der Freien und Hansestadt Hamburg, Stand 21. Oktober 2013 (XML; 13,9 MB). Kulturbehörde Hamburg, Denkmalschutzamt, 2013.