Neuronium

Aus InkluPedia
Neuronium
Michel Huygen alias Neuronium, 2012
Michel Huygen alias Neuronium, 2012
Michel Huygen alias Neuronium, 2012
Allgemeine Informationen
Herkunft Barcelona, Spanien
Genre Elektronische Musik
Gründung 1976
Website neuronium.com
Gründungsmitglieder
Keyboards Michel Huygen
Keyboards, Gitarre Carlos Guirao
Multi-Instrumentalist Albert Giménez
Aktuelle Besetzung
Keyboards Michel Huygen
Ehemalige Mitglieder
Multi-Instrumentalist Albert Giménez
Keyboards, Gitarre Carlos Guirao
Gitarre Santi Pico

Neuronium ist ein spanisches Projekt für elektronische Musik. Neuronium wurde 1976 als Band gegründet.[1]

Bandgeschichte

Der Belgier Michel Huygen (* in Kisangani in Zaire[2]) studierte an der Universität Barcelona. Er ist ein Pionier der Elektronikmusik in Spanien. Seine Musik nennt er selbst „Psychotronic Music“.[3] 1976 gründete er mit dem Keyboarder und Gitarristen Carlos Guirao und dem Multi-Instrumentalisten Albert Giménez die Band Neuronium. Das Debütalbum "Quasar 2C361" wurde 1977 beim englischen Label Harvest der EMI Group veröffentlicht. Ebenfalls 1977[4] gründete Michel Huygen sein eigenes Label Neuronium Records.[5] Über Neuronium Records wurden zwischen 1980 und 1982 drei Alben von Neuronium veröffentlicht. Weitere Veröffentlichungen über das eigene Label erfolgten 2002 und seit 2008. 1978 folgte über Harvest auch das zweite Album "Vuelo Quimico".[6] An dem Album war die deutsche Sängerin Nico (Christa Päffgen, 1938–1988) beteiligt. 1978 spielte Neuronium Konzerte unter anderem im Plaza de toros de Benidorm, Teatro Martín in Madrid, Palacio de los Deportes in Bilbao und im Fußballstadium von Barakaldo vor 11.000 Zuschauern. Am 7. Mai 1978 vertrat Neuronium Spanien beim Science Fiction Festival in Metz in Frankreich.[1] Nach dem Weggang von Albert Giménez machte Neuronium als Duo weiter. Bei dem dritten Album "Digital Dream" (1980) und dem vierten Album "The Visitor" (1981) wurden sie von Santi Pico als Gastgitarrist unterstützt.[6] Im März 1981 reiste Neuronium erstmals nach London auf Einladung des griechischen Musikers Vangelis. Sie spielten für die spanische Fernsehshow Musical Express, welche Michel Huygen komponiert hatte. Im Mai 1981 war das Album "The Visitor" einem Monat nach Veröffentlichung ausverkauft.[1]

Nach dem fünften Album "Chromium Echoes" (1982) verliess auch Guirao Neuronium. Seitdem ist Neuronium ein Soloprojekt von Michel Huygen, mal mit Santi Pico weiterhin als Gast und mal mit anderen/weiteren Gastmusikern.[6] Im Jahr 1982 veröffentlichte Michel Huygen sein erstes Soloalbum "Absence Of Reality" unter eigenem Namen.[1] Bei den meisten Alben von Neuronium zwischen 1983 und 1996 sind Huygen und Pico als Mitglieder angegeben. Vier Soloalben von Huygen wurden in dieser Zeit ebenfalls unter dem Namen Neuronium veröffentlicht. Im Jahr 1986 ernannte Spaniens Königin Sophia von Griechenland (* 1938) Michel Huygen zum Leiter des Instituts für elektronische Musik am Palau de les Arts Reina Sofía (dt.: Königin Sofia Palast der Künste) in Valencia.[3] 1996 veröffentlichten Neuronium und Vangelis das Album "A Separate Affair" mit Aufnahmen aus dem Jahr 1981 in London.[6] Pico war beim Album "Alienikon" (1999) wieder dabei.[6] Nach weiteren Alben folgte mit den Alben "Mystykatea" (2005), "Synapsia" (2006) und "Nihilophobia" (2008) eine Trilogie.[7] Im Jahr 2008 war Pico bei Liveauftritten wieder dabei.[6]

Diskografie (Alben)

  • 1977: Quasar 2C361, Harvest
  • 1978: Vuelo Quimico, Harvest
  • 1980: Digital Dream, Neuronium Records
  • 1981: The Visitor, Neuronium Records
  • 1982: Chromium Echoes, Neuronium Records
  • 1983: Invisible Views, Edigsa
  • 1984: Heritage, Jive Electro
  • 1987: Alma, DRO (Kompilation)
  • 1987: Supranatural, Thunderbolt
  • 1988: From Madrid To Heaven, DRO
  • 1989: Numerica, DRO
  • 1990: Olim, Tuxedo Music
  • 1991: Sybaris, La Fabrica Magnetica
  • 1991: Extrisimo, DRO / Anubis (Kompilation)
  • 1991: The Best Of, Tuxedo Music (Kompilation)
  • 1994: Oniria, Tuxedo Music
  • 1996: Neuronium & Vangelis - A Separate Affair, Tuxedo Music
  • 1997: Psykya, Tuxedo Music
  • 1998: Todas Sus Grabaciones Para Discos EMI/Harvest (1977-1978) (2CD) (Kompilation)
  • 1999: Alienikon, Tuxedo Music
  • 2000: Caldea Music, Synergy Records
  • 2001: Hydro, Tuxedo Music
  • 2002: Azizi, Neuronium Records
  • 2005: Mystykatea, AnimaMusic
  • 2006: Synapsia, AnimaMusic
  • 2008: Nihilophobia, Neuronium Records
  • 2010: Etykagnostyka, Neuronium Records
  • 2010: Hydro 2 - The Deep End, Neuronium Records
  • 2012: ExoSomnia, Neuronium Records
  • 2014: Nocny Lot - Live In Poland, Neuronium Records (2CD)
  • 2016: Jamais Vu, Neuronium Records

Weblinks

Quellen