DCA (Maltechnik)

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DCA (engl. für Digital Canvas Art) ist eine Maltechnik für ein handgearbeitetes Kunstwerk, das ganz oder teilweise digital erschaffen und anschließend auf eine Leinwand übertragen wird, um dort finalisiert zu werden. Es handelt sich nicht um digitale Kunst (Digital Art), ebensowenig um normale Kunstdrucke, sondern um einzigartige Einzelstücke, bei deren Erschaffen auch digitale Arbeitsmittel Verwendung finden.

Abgrenzungen

DCA-Gemälde unterscheiden sich von Kunstdrucken dadurch, dass sie keine Reproduktionen sind und auch nicht ohne Handarbeit erschaffen wurden. Von reiner Digitalkunst[1] trennen DCA-Gemälde die spezifischen digitalen Handwerkszeuge (die analogen Arbeitswerkzeuge und ihr Verhalten imitierend) ebenso wie die analoge Weiterbearbeitung nach einem erfolgten Übertrag[2][3] des Kunstwerkes auf eine Leinwand, ggf. auch auf einen anderen geeigneten Untergrund.[4] Um diese Technik herum bilden sich Dienstleister, die Künstlern ohne technischer Transferausstattung diese ermöglichen.[5]

Schaffensprozess und Historie

Das Phänomen der DCA-Gemälde ist ein sehr junges.[6] Vor der Massenverbreitung entsprechender “digitaler Leinwände” und der dazugehörigen Software am Anfang des zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts war diese Kunsttechnik undenkbar. Erst seit es digitale Tools gibt, die sich fast exakt wie Pinsel, Stifte oder andere analoge Werkzeuge bedienen lassen, konnte diese Kunstgattung entstehen.[7]

Der Arbeitsprozess ist wie folgt:

  • 1) Erschaffen eines Werkes auf digitaler Leinwand mit einer Software und Werkzeugen, die analoge Arbeitsmethoden 1:1 gleichen bzw. gleichwertig imitieren.
  • 2) Übertrag des Werkes auf eine Leinwand (oder andere Untergründe) mittels Drucktechnik.
  • 3) Weiterbearbeitung des Werkes mit analogen Werkzeugen.

Durch dieses Vorgehen werden vor allem ehemalige Transfertechniken[8] wie das Pausen, aber auch das analoge Skizzieren überflüssig und der Künstler gewinnt mehr Spielraum.

Künstlerischer Stellenwert

Da DCA-Gemälde[9] von Anfang an händisch erschaffen und in der Regel immer analog finalisiert werden, haben sie denselben künstlerischen Stellenwert wie ein vollanalog erschafftes Kunstwerk. Um die Einzigartigkeit eines DCA-Gemäldes zu sichern und dem Eigentümer Rechtssicherheit zu geben, werden oft auch Echtheitsdokumente ausgestellt.[10]

Quellen